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Art of Enginering 2014

Künstler gestalten den sich wandelnden Raum

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Jury hatte die Qual der Wahl, aber nun stehen sie fest: die Preisträger des diesjährigen interdisziplinären Ferchau-Kunstwettbewerbs „Art of Enginering“. Auf der Hannover-Messe 2014 zeichnete das Engineeringunternehmen die drei Bestplatzierten des mit 20.000 Euro dotierten Kunstpreis aus.

Jurymitglied Prof. Dr. Ulrich Schneider, VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Ministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, Sebastian Piatza, Frank Ferchau, Annalena Kluge und Christian Zöllner.
Jurymitglied Prof. Dr. Ulrich Schneider, VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Ministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, Sebastian Piatza, Frank Ferchau, Annalena Kluge und Christian Zöllner.
( Bild: Ferchau )

Zunächst wählte eine hochkarätige Jury aus Wirtschaft und Forschung, Museen und Hochschulen in der Ferchau-Zentrale in Gummersbach aus weit über hundert Einreichungen fünfzehn Finalexponate zum Thema „Liquid Space“ – dem sich wandelnden Raum. Im Februar erfolgte die Auswahl der drei Preisträger, deren Platzierung sich nun auf der Hannover-Messe 2014 entschieden hat.

Kunst erweitert und befreit das Denken

Die Überreichung des „Art of Engineering-Awards“ durch die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, fand während der festlichen Preisverleihung auf der Hannoveraner Industrieschau statt: „Kunst erweitert und befreit das Denken. Die Zusammenführung von Kunst und Technik öffnet visionäre Ansätze für die Gestaltung der Welt von Morgen. Die Ideen der drei Preisträger machen dieses Potenzial in beeindruckender Weise deutlich.“ Der Preis wurde bereits zum vierten Mal vergeben.

Zu dem Thema konnten sowohl Objekte als auch Installationen und Konzepte eingereicht werden, die zwischen Kunst und Technik eine Brücke schlagen. Ausgezeichnet werden in diesem Jahr Kunstwerke mit technischem Bezug bzw. technische Objekte mit künstlerischem Anspruch, aber auch Konzepte und Installationen, die sich mit dem Thema „Liquid Space“ auseinandersetzen.

Kunst und Wissenschaft sind keine konträren Disziplinen

Frank Ferchau, geschäftsführender Gesellschafter der Ferchau Engineering GmbH: „Oft wird behauptet, Kunst und Wissenschaft seien konträre Disziplinen, die sich sogar ausschließen. Der von Ferchau initiierte Art of Engeineering beweist das Gegenteil: Mit der Ausschreibung des Wettbewerbs möchten wir sowohl Künstler, Architekten, Ingenieure und IT-Consultants dazu anregen, sich in das interdisziplinären Spannungsfeld zwischen Kunst und Technik zu wagen.“

Die drei Preisträger und ihre Werke

  • 1. Platz, 10.000 Euro: Ready to Cloud (Christian Zöllner) Das Projekt simuliert ein Teleportationssystem mit einfachen technischen Mitteln. Zöllner lässt dazu an zwei verschiedenen Orten eine künstliche Wolke entstehen, in die das Hologramm des Betrachters projiziert wird. Via Internet wird dann das holographische Bild des Betrachters der zweiten Wolke ebenfalls darin abgebildet. So ermöglicht die Installation eine Kommunikation über Raumgrenzen hinweg.
  • 2. Platz, 7000 Euro: Seismo Light (Annalena Kluge) Dieses Licht- und Medienobjekt in Echtzeit trägt die Erdbeben von überall auf der Welt als simultan aufscheinende Lichtimpulse in den alltäglichen Wahrnehmungsraum. Die Steuerung des Objekts greift auf die Realtime-Daten großer seismologischer Institute zu. Eingefangen in eine schlüssig gestaltete Minimalform wird so die seismische Aktivität der Erde in dynamische Lichtereignisse transformiert.
  • 3. Platz, 3000 Euro: EYEsect/an Out-of-Body-Apparatus (Sebastian Piatza) „EYEsect“ ist ein Datenhelm, der aus einer Videobrille und zwei Kameramodulen besteht. Diese Module lassen sich durch Magneten überall am Helm anbringen. Der Betrachter erfährt damit eine ganz neue Raumwahrnehmung, da der physische und bereits erfahrene Raum nicht mehr mit dem visuellen Eindruck übereinstimmt.

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