Automatisierung/Roboter Kuka kann Gewinn verdoppeln

Redakteur: Stéphane Itasse

Bei der Augsburger Kuka AG laufen die Geschäfte gut: In den ersten neun Monaten 2012 hat das Unternehmen seinen Gewinn nach Steuern auf 42,4 Mio. Euro verdoppelt. Zeitgleich mit den Quartalszahlen konnte Kuka zudem noch den nach Stückzahlen größten Auftrag akquirieren.

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Die Automobilindustrie bleibt für Kuka ein wichtiger Roboter-Kunde.
Die Automobilindustrie bleibt für Kuka ein wichtiger Roboter-Kunde.
(Bild: Kuka)

Der Trend zur roboterbasierten Automation sei ungebrochen und spiegle sich in den Auftragseingängen von Kuka wider. Insbesondere im Bereich Automotive ist die Nachfrage in allen drei Quartalen durch zahlreiche neue Modelle und technische Innovationen weiterhin hoch, heißt es in der Mitteilung. In der General Industry sei die Nachfrage ebenfalls gut; sie habe im dritten Quartal jedoch in einigen Bereichen leichte Rückgänge verzeichnet.

Bestellungen bei Kuka stagnieren im dritten Quartal

Insgesamt erzielte die Kuka AG nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten 2012 Auftragseingänge in Höhe von knapp 1,49 Mrd. Euro (Vergleichszeitraum 2011: 1,22 Mrd. Euro). Im dritten Quartal sei das Bestellvolumen in beiden Geschäftsbereichen, Robotics und Systems, mit insgesamt 377,7 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Der Geschäftsbereich Robotics habe in diesem Zeitraum einen Auftragseingang von 185,1 Mio. Euro erzielt und den Wert des Vorjahres um 5,9 % (drittes Quartal 2011: 174,8 Mio. Euro) gesteigert; Systems verzeichnete im dritten Quartal Auftragseingänge von 200,3 Mio. Euro (drittes Quartal 2011: 209,3 Mio. Euro).

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Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der Kuka AG, kommentierte: „Großaufträge in beiden Geschäftsbereichen im ersten Halbjahr führten zu einem hohen Umsatz für dieses Quartal. Hier stellte Kuka mit 491 Mio. Euro einen neuen Quartalsrekord auf.“ Weiter sagte er: „Die Kleinroboterserie KR Agilus, deren Verkauf im September 2012 begonnen hat, wird vom Markt gut angenommen. Dies zeigen Kundenanfragen aus dem General Industry Sektor. Und unser Zukunftsprodukt, der Leichtbauroboter, wird das Verständnis von der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine neu definieren.“

Kuka erreicht Umsatzrekord mit 490,5 Mio. Euro

Aufgrund der hohen Auftragsvolumina aus dem ersten Halbjahr konnte der Kuka-Konzern im dritten Quartal mit 490,5 Mio. Euro einen neuen Umsatzrekord im Quartal realisieren, wie es heißt. Die Umsatzerlöse hätten in den ersten neun Monaten bei insgesamt 1,3 Mrd. Euro gelegen. Das sei ein Zuwachs von 26,5 % gegenüber dem Vorjahr.

Hierzu hätten beide Geschäftsbereiche gleichermaßen beigetragen. Der Bereich Systems habe erstmals die 300-Mio.-Euro-Schwelle überschritten und Umsatzerlöse in Höhe von 301,6 Mio. Euro (drittes Quartal 2011: 208 Mio. Euro) erzielt. Der Geschäftsbereich Robotics habe mit 199,9 Mio. Euro (drittes Quartal 2011: 165,6 Mio. Euro) ebenfalls sehr zufriedenstellende Umsatzerlöse fakturiert. Die Book-to-Bill-Ratio, das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, lag laut Mitteilung in den ersten neun Monaten im Kuka-Konzern mit 1,14 (Vergleichszeitraum 2011: 1,18) auf hohem Niveau.

Auftragsbestand bei Kuka bleibt immer noch hoch

Da die Umsatzerlöse die Auftragseingänge des Kuka-Konzerns im dritten Quartal 2012 übertrafen, verminderte sich der Auftragsbestand, der aber weiterhin laut Roboterhersteller auf sehr hohem Niveau liegt. Am Ende des Quartals verfügte das Unternehmen über einen Arbeitsvorrat in Höhe von 952,6 Mio. Euro. Verglichen mit dem Vorjahreswert bedeute dies einen Zuwachs von 19,3 % (30. September 2011: 798,6 Mio. Euro).

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