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Karrosserieteile/Werkzeugbau

Läpple steuert entschlossen auf Sanierungskurs

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der Aufsichtsrat der Läpple-Gruppe hat die vom Vorstand vorgestellten Restrukturierungen und deren zeitnahe Umsetzung formell genehmigt. Die vom Vorstand geplanten Maßnahmen werden in vollem Umfang durch ein Gutachten des Beratungsunternehmens Pricewaterhousecoopers AG (PWC) gestützt. Das Gutachten kommt laut Läpple-Mitteilung zu dem Schluss, dass die Gruppe trotz eines insgesamt stagnierenden Marktumfeldes in der neuen Ausrichtung nachhaltig überlebensfähig, ertragreich und liquiditätsgenerierend ist.

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Das Unternehmen ist somit sanierungsfähig und eine positive Fortführungsprognose liegt vor, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Marktanalyse von PWC sieht für Läpple insbesondere gute Wachstumschancen in den internationalen Wachstumsregionen wie Indien und China. Hierzu müsse sich die Gruppe jedoch insbesondere im Anlagenbau und bei der Fibro eine internationalere Struktur schaffen. Für die Blechteilefertigung werden interessante Potenziale insbesondere im Bereich hochwertige Nischenfahrzeuge sowie Kleinserien- und Ersatzteilfertigung gesehen.

Werkzeugbau bleibt Sorgenkind von Läpple

Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat den Stand des Gutachtens des Betriebsrats, welches dieser im Rahmen seines Rechts zur betriebswirtschaftlichen Beratung in Auftrag gegeben hat, zur Kenntnis genommen. Der Vorstand ist der Meinung, dass es eine gesicherte Zukunft für die Läpple-Gruppe nur gibt, wenn die seit Jahren hohen Verluste im Werkzeugbau eliminiert werden.

Der Verkauf des Werkzeugbaus ist weiterhin erste Priorität, um die Verluste zu beseitigen. Olaf Hedden, Sprecher des Vorstands der Läpple AG, sagte: „Wir sind in konkreten Verhandlungen mit einer Reihe von möglichen Käufern für den Werkzeugbau. Die Expertise aus diesem Geschäft werden wir allerdings im Unternehmen halten, da wir die Auslegung, Beschaffung und Qualitätssicherung von Werkzeugen als Kompetenz-Center weiterführen werden.“

Das Management der Läpple Gruppe hatte vor einigen Woche ein umfassendes Sanierungskonzept vorgestellt (wir berichteten). Das Konzept beinhaltet die Konzentration auf die Herstellung von Blechteilen an den Standorten in Heilbronn und Teublitz. Die Anlagenbauaktivitäten der Gruppe werden am Standort Haßmersheim zusammengeführt. Der Werkzeugbau soll kurzfristig verkauft werden, oder die Geschäftsaktivitäten des Bereichs werden mittelfristig eingestellt.

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