Die Entwicklung der Lasertechnik

Laser – von der Theorie zum Allround-Werkzeug

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Seit 2011 hat sich die Branche wieder regeneriert und steigt kontinuierlich an, 2012 waren es dann bereits 7,9 Mrd. Euro mit einem Anstieg von 9 % im Vergleich zum Vorjahr. Jedoch beruht ein Großteil des Wachstums lediglich auf Währungseffekten. Von den 7,9 Mrd. Euro gingen 39 % auf das Konto der Elektroindustrie und 36 % in die Metallbearbeitung, weitere 15 % kommen auf die Automobilindustrie und der Rest in die Nichtmetallbearbeitung. Wobei 2012 China und Europa die Hälfte des Marktes in Hinblick auf die Nachfrage nach Lasersystemen ausmacht. Die Konsumelektronik, vor allem Smartphone- und Displayherstellung gelten momentan als Treiber im Lasermarkt. Die immer kleiner werdenden Geräte müssen präzise und schnell hergestellt werden, Lasertechnik gilt hier als Wundermittel.

Faserlaser kommen in der Blechbearbeitung zum Einsatz

Aktuell werden immer mehr die beiden Bauarten der Festkörperlaser, Faser- und Scheibenlaser, verwendet. Da mittels ihnen hohe Leistungen bei guter Strahlqualtität erzielt werden können. Sie unterscheiden sich in der Art des Pumpens, beim Scheibenlaser durchläuft die Pumpstrahlung des Öfteren eine Scheibe, gelenkt durch einen Prismenreflektor, um möglichst vollständig absorbiert zu werden. Der Faserlaser leitet die fokussierte Pumpstrahlung durch beispielsweise Glasfaserkabel zum Werkstück.

Sie werden zum Schneiden (meist von Blechen bis 25 mm), Bohren, Gravieren, Schweißen, Löten, Reinigen und Härten genutzt. Sie können kürzeste Pulslängen und damit die höchsten Spitzenleistungen erreichen. Die Herstellung von Halbleitern, Flachbildschirmen, Leiterplatten, Solarzellen und etlichen mehr wurden durch Lasertechnik teils überhaupt möglich und meist wirtschaftlich durch Effizienz in der Fertigung.

* Lea Drechsel ist Fachjournalistin in Nürnberg.

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