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Laser Zentrum Hannover Lasertechnik optimiert das Metallschutzgas-Schweißen

| Redakteur: Monika Zwettler

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) zeigt an seinem Stand auf der Messe Euroblech 2010, wie die Lasertechnik das Metallschutzgas-Schweißen (MSG) perfektioniert. Denn das konventionelle MSG-Verfahren sei zwar preiswert, aber schwer zu kontrollieren.

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Mit einem Diodenlaser kann das MSG-Schweißen stabilisiert werden: Links ist das MSG-Schweißen ohne, rechts mit Laserstabilisierung dargestellt. Bilder: LZH
Mit einem Diodenlaser kann das MSG-Schweißen stabilisiert werden: Links ist das MSG-Schweißen ohne, rechts mit Laserstabilisierung dargestellt. Bilder: LZH
( Archiv: Vogel Business Media )

Weil der Lichtbogen naturgemäß den Weg des geringsten Widerstandes zwischen der Elektrode und dem Schweißgut nimmt, lässt sich die Position der Schweißnaht nicht genau bestimmen, was die Qualität des Schweißergebnisses beeinträchtigen kann. Durch das Zuschalten eines Lasers geringer Leistung wird der Lichtbogen nun entlang des Laserstrahls geführt und somit stabilisiert. Auf diese Weise soll nicht nur die Qualität der Schweißnaht erhöht, sondern auch die Schweißgeschwindigkeit erheblich gesteigert werden.

Neues Schweißverfahren erlaubt bis zu 100% schnelleres Schweißen

Das neue Schweißverfahren wurde schon für das Schweißen von konventionellen, hochfesten und höherfesten Stählen sowie von Aluminiumwerkstoffen geprüft. Die Schweißgeschwindigkeiten konnten bei gleichbleibender Einschweißtiefe um bis zu 100% gesteigert werden, heißt es. Auch Pendel- oder Figurenschweißen sowie komplizierte Fügegeometrien sollen von diesem Verfahren profitieren.

Derzeit wird das Prinzip auch für das Auftragschweißen getestet. Mit dem sogenannten „lasergeführten MSG-Auftragschweißen“ sollen der Aufwand und die Kosten für die Reparatur und für den Verschleißschutz von großen Werkzeugen deutlich reduziert werden. Dies ist nach Angaben des LZH besonders interessant für Umform- oder Spritzgusswerkzeuge oder auch für Werkzeuge im Berg- und Tunnelbau.

Deutliche Geschwindigkeitszunahme beim Auftragschweißen erhofft

„Beim MAG-Schweißen haben wir schon eine 100%ige Geschwindigkeitssteigerung erreicht“, sagt Jörg Hermsdorf, Ingenieur im LZH. „Wir hoffen auf ähnliche Ergebnisse für das Auftragschweißen. Besonders interessant ist die Entwicklung eines mobilen Systems für das Auftragschweißen, womit Reparaturen direkt vor Ort möglich sind. Dadurch fallen der Ausbau und der Transport von großen Werkzeugen weg, die oft zu langen Ausfallzeiten führen.“

Das Projekt „Fülas“ (Schweißen) wurde vom Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe (PTKA) unterstützt. Das Projekt „Progenial“ (Auftragschweißen) wird vom BMBF und vom Projektträger VDI-Technologiezentrum unterstützt.

Laser Zentrum Hannover auf der Euroblech 2010: Halle 12, Stand H25

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