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Messe Lasys Laserunterstützte Mikrobearbeitung auf Erfolgskurs

| Autor / Redakteur: Lena Lohmaier / M.A. Frauke Finus

Vom 31. Mai bis 2. Juni öffnet die Lasys in Stuttgart wieder ihre Tore. In diesem Jahr sind UKP-Laseranlagen auf dem Vormarsch und vor allem auch Mikromaterialbearbeitung rückt in den Fokus.

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Laserunterstützte Mikrobearbeitung von winzigen Bauteilen findet inzwischen breite industrielle Anwendung etwa in der Medizintechnik, Mikrosystemtechnik, Uhrenindustrie, Luft- und Raumfahrttechnik sowie Werkzeugindustrie.
Laserunterstützte Mikrobearbeitung von winzigen Bauteilen findet inzwischen breite industrielle Anwendung etwa in der Medizintechnik, Mikrosystemtechnik, Uhrenindustrie, Luft- und Raumfahrttechnik sowie Werkzeugindustrie.
(Bild: LLT )

Mehr als die Hälfte des Marktes für Laser-Materialbearbeitungssysteme können nach Optech Consulting der Mikro- und Feinbearbeitung zugeschrieben werden. Dabei stehen Ultrakurzpulslasersysteme im Mittelpunkt. Sie bearbeiten schonend, präzise und hoch produktiv nahezu jedes Material. Vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 stellen Hersteller von Laseranlagen zur Mikromaterialbearbeitung auf der internationalen Fachmesse für Laser-Materialbearbeitung Lasys in Stuttgart ihre Kompetenz unter Beweis.

„Die Mikro- und Feinbearbeitung steht für mehr als die Hälfte des globalen Marktes für Laser-Materialbearbeitungssysteme“, so der Lasermarktanalyst Dr. Arnold Mayer, CEO von Optech Consulting. Aus diesem Grund wird neben der Makrobearbeitung auch das Thema Mikrobearbeitung mittels Laser im Fokus der Lasys 2016 stehen. Als einzige internationale Fachmesse widmet sie sich speziell der Laser-Materialbearbeitung und präsentiert dieses Jahr zum fünften Mal die neuesten Laserfertigungssysteme, laserspezifischen Komponenten sowie Subsysteme auf dem Stuttgarter Messegelände.

Vielfältige Anwendungen dank Ultrakurzpulslasersystemen

„In den vergangenen fünf Jahren haben vor allem die Ultrakurzpulslasersysteme zu neuen fertigungstechnischen Anwendungen in der Präzisions- und Mikrobearbeitung geführt“, erläutert Dr. Siegfried Pause, Geschäftsführer des Lasys-Ausstellers LLT Applikation. Gerade bei der Mikrobearbeitung kommt es darauf an, thermische Defekte in den Randbereichen der Bearbeitungszone und damit Verformungen zu vermeiden. Deshalb setzen einige Maschinenhersteller hier immer mehr auf Ultrakurzpulslaser (UKP-Laser). Bei extrem kurzen Laserpulsen, die auf das Material einwirken, entstehen nichtlineare Wechselwirkungsprozesse, die praktisch zu einem Materialabtrag ohne Wärmeeinwirkung führen, was auch als Ablation oder kalte Bearbeitung bezeichnet wird. Kleinste und filigrane Teile können gratfrei und ohne Wärmeverzug gefertigt werden.

„Mit dem Einsatz von UKP-Lasersystemen ist es erstmals möglich geworden“, so Dr. Pause weiter, „dünne Schichten etwa auf optischen Elementen mit dem Laser in sehr kleinen Dimensionen zu strukturieren, ohne jegliche Schädigung des Substrats.“ Hiervon profitieren viele Branchen wie etwa die Automobil-, Medizintechnik-, Feinmechanik-, Optik- und Elektronikindustrie, Umwelt- und Messtechnik sowie die Schmuck- und Designindustrie. Weitere Vorteile nennt Jan Wieduwilt, Branchenmanager Mikrobearbeitung bei Trumpf: „Ultrakurzpulslasersysteme bearbeiten schonend, präzise und hoch produktiv nahezu jedes Material. Sie bohren haarfeine Löcher in Metalle oder Leiterplatten, schneiden medizinische Gefäßstützen aus Polymer-Röhrchen oder bruchfeste Displaygläser für Smartphones, strukturieren Oberflächen von Dünnschicht-Solarzellen, trennen hauchdünne Kunststofffolien und bearbeiten spröde Keramikteile, ja sogar Diamanten“.

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