Spannmittel Leichtbau-Spannfutter aus Carbon senkt den Energieverbrauch

Autor / Redakteur: Olivier Löbert / Rüdiger Kroh

Gewichtseinsparungen werden auch bei Werkzeugmaschinen immer wichtiger. Leichtbau-Spannmittel aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen reduzieren das Gewicht um bis zu 70%. Das senkt nicht nur die Stromkosten, sondern verkürzt auch die Spindelbeschleunigung um 30%.

Firmen zum Thema

Bild 1: Das Leichtbau-Spannfutter Manok plus wiegt nur 8 kg (oben), die Standard-Version aus Stahl hingegen 24 kg (unten).
Bild 1: Das Leichtbau-Spannfutter Manok plus wiegt nur 8 kg (oben), die Standard-Version aus Stahl hingegen 24 kg (unten).
( Archiv: Vogel Business Media )

Egal ob Raumfahrt, Motorsport, Automobilindustrie oder Breitensport, überall zeigt sich schon seit vielen Jahren ein deutlicher Trend zum Leichtbau. In der Raumfahrt kostet jedes Kilogramm Nutzlast, das in den Weltraum befördert wird, mehrere tausend Euro.

Leichtbau-Teile halten auch großen Belastungen stand

Dies erklärt das große Verlangen, an allen Ecken und Enden Gewicht zu sparen. Auch beim Motorsport steht die Leichtbauweise im Vordergrund, oftmals entscheiden nur Hundertstelsekunden über Sieg und Niederlage, und das bei größter Beanspruchung der Bauteile.

Bildergalerie

In der Automobilindustrie stehen dagegen geringerer Kraftstoffverbrauch und Umweltfreundlichkeit im Vordergrund. Nicht zu vergessen der Breitensport. Dort sorgen zum Beispiel Tennisschläger in Leichtbauweise für ein gesteigertes Wohlbefinden und eine Schonung der Gelenke bei Freizeitsportlern.

Interesse produzierender Betriebe an energieeffizienten Maschinen steigt

Doch wo ist die Verbindung zum Maschinenbau? Die Automobilindustrie profitiert unter anderem durch den geringeren Kraftstoffverbrauch. Bei Werkzeugmaschinen entspricht dies dem Stromverbrauch.

Wie die Spritpreise an der Tankstelle, so sind auch die Kosten für Strom in den vergangenen Jahren extrem gestiegen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass bei Unternehmen die Sorge um steigende Unterhaltskosten immer mehr in den Mittelpunkt rückt.

Auch Werkzeugmaschinen verbrauchen viel Strom

Betrachtet man unter diesem Gesichtspunkt ein modernes Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum, so stellt man fest, dass dieses jährlich zwölfmal mehr Strom als ein 4-Personen-Haushalt verbraucht. In vielen Unternehmen werden daher heute schon Energiebeauftragte eingesetzt.

Man kann also leicht nachvollziehen, wie groß das Interesse der produzierenden Betriebe und der Maschinenhersteller an einer energieeffizienten Maschine der Zukunft ist. Und warum sollte es in der Industrie anders sein als im Privatbereich. Denn wer kauft heute noch Küchengroßgeräte, die nicht mit der Energieeffizienzklasse „A+“ oder besser ausgezeichnet sind.

Leichtbau-Spannmittel für mehr Energieeffizienz

Marktuntersuchungen haben diesen Trend schon vor Jahren prognostiziert. Auch Hainbuch setzte früh auf die Thematik und hat in Forschung und Entwicklung auf die Herausforderungen von Leichtbau-Spannmitteln und deren besonderen Herstellungsverfahren reagiert.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:348787)