Fissler Elektronik Lichtvorhangsystem reduziert Unfallgefahr

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Fissler Elektronik bietet mit dem Sicherheits-Lichtvorhangsystem XLCT eine Lösung, die die Unfallgefahr in der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine reduziert.

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Das Sicherheits-Lichtvorhangsystem XLCT von Fiessler Elektronik besteht aus einem Lichtsender und einem Lichtempfänger.
Das Sicherheits-Lichtvorhangsystem XLCT von Fiessler Elektronik besteht aus einem Lichtsender und einem Lichtempfänger.
(Bild: Fissler)

Mensch-Maschinenschnittstellen zeichnen sich oft durch ein erhöhtes Unfallrisiko aus. Handbestückungsarbeitsplätze sind ein Beispiel für eine solche Schnittstelle. Eine Bedienperson führt zum Beispiel in eine Blechschere Material ein, um danach einen Bearbeitungsschritt auszulösen. Die einschlägigen nationalen und europäischen Vorschriften schreiben für solche Arbeitsplätze geeignete Sicherheitsmaßnahmen vor, damit ein möglicher Unfall vermieden werden kann. Neben diesem regulativen Aspekt spricht für den Einsatz von Sicherheitseinrichtungen auch die Einsparung von möglichen Folgekosten bei einem eventuellen Unfall. Ein Unfall verursacht neben dem großen persönlichen Leid für das Unfallopfer auch massive Kosten für den Maschinenbetreiber.

Außerdem kann man bei geeignetem Einsatz einer Sicherheitseinrichtung auch die Produktivität einer Anlage vergrößern.´So kann etwa der Start einer Anlage durch die PSDI Funktion (Presence Sensing Device Initiation) einer Sicherheitseinrichtung ohne Betätigen eines zusätzlichen Starttasters automatisch ausgelöste werden. Dies spart Betätigungszeiten und somit Arbeitszeit ein.

Sicherheitslichtvorhang kann auch für die Bedinung der Anlage genutzt werden

Das Sicherheits-Lichtvorhangsystem XLCT von Fiessler Elektronik besteht aus einem Lichtsender und einem Lichtempfänger. Sender und Empfänger befinden sich in einem kompakten Aluminiumstrangpressprofilgehäuse mit dem Querschnitt 25 mm x 35 mm mit flexibler T-Nutensteinbefestigung . Durch die Modulartechnik von Sender und Empfänger sind sämtliche Schutzfeldhöhen zwischen 100 mm und 1500 mm in 100 mm-Schritten möglich. Die Einsatzflexibilität dieses Systems wird zusätzlich durch eine große Einbaureichweite zwischen Sender und Empfänger und kurze Reaktionszeit erhöht. Durch die kompakte Bauform kann diese Sicherheitseinrichtungen auch für kleinere Öffnungen und Anlagen eingesetzt werden, ohne dass das System wegen der Gehäusegröße störend auf das Design der Anlage wirkt.

Auch großflächige Absicherungen zum Beispiel mit Umlenkspiegeln sind realisierbar. Das intelligente Sicherheitssystem kann mit einem integrierten Auswertegerät ausgeliefert werden. Dieses beinhaltet die programmierbaren Funktionen EDM („external device monitoring“) und Wiederanlaufsperre. Ein zusätzliches Sicherheitsauswertegerät wird dadurch nicht mehr benötigt. Für die Programmierung und Diagnose des Systems ist eine 7- Segmentanzeige vorhanden. Je nach Risikobewertung der Maschine kann das kompakte Sicherheits-Lichtschrankensystem XLCT in der Sicherheitskategorie 2 (als TLCT) und 4 (als ULC) geliefert werden. In Abhängigkeit von dem Sicherheitsabstand zwischen Sicherheitslichtvorhangschutzfeld und Gefahrenpunkt kommt Fingerschutz (Auflösung 14 mm) oder Handschutz (Auflösung 30 mm) zum Einsatz. Zusätzlich ist dieses System in der Version BLCT (Typ 4) oder ILCT (Typ 2) mit 10 verschiedenen programmierbaren Ausblendmöglichkeiten als „Blanking“ Sicherheitslichtvorhang lieferbar.

Soll der Sicherheitslichtvorhang nicht nur als Bedienerschutz sondern auch für Steuerung der Anlage eingesetzt werden, kann dies je nach Komplexität mit der programmierbaren Steuerung FPSC oder der parametrierbaren Kleinststeuerung PLSG-K gelöst werden. Dabei kann zwischen 1-, 2-, 3-, und 4-Takt Auslösung ausgewählt werden. Das bedeutet z.B. beim 1-Takt, dass nach dem bewussten einmaligen Unterbrechen und wieder freigeben des Sicherheitslichtvorhangs der nächste Takt/ bzw. Hub ausgelöst wird. Greift aber die Bedienperson während des Taktes/Hubs in den gefährlichen Bereich ein, kommt es zu einem Stopp der Anlage. Ein erneuter Start der Maschine ist nur durch Betätigen eines Starttasters möglich.

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