Rüstzeiten-Reduzierung Lineartaktmaschine bearbeitet Gehäuse in einer Aufspannung

Autor / Redakteur: Torsten Tönshoff / Rüdiger Kroh

So wie Wasserzählergehäuse erfordern zahlreiche Werkstücke die Bearbeitung von zwei oder drei Richtungen. Wenn dazu kurze Rüstzeiten gefordert sind, ist eine neue Lineartaktmaschine eine wirtschaftliche Lösung. Sie ermöglicht die gleichzeitige Bearbeitung aus zwei oder drei Richtungen.

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Bild 1: Wasserzählergehäuse von hinten (oben) und von vorne (unten) mit Dreiwegebearbeitung in beiden Stationen. Bild: Tönshoff
Bild 1: Wasserzählergehäuse von hinten (oben) und von vorne (unten) mit Dreiwegebearbeitung in beiden Stationen. Bild: Tönshoff
( Archiv: Vogel Business Media )

Am Beispiel der Bearbeitung von Wasserzählergehäusen wird das Konzept einer neuartigen, spanenden Werkzeugmaschine erläutert. Die Maschine mit der Bezeichnung AFL (steht für Achtung, fertig, los) ermöglicht die wirtschaftliche Fertigung von Zwei- oder Dreiwegeteilen in einer Aufspannung.

Lineartaktmaschine ermöglicht hohe Produktionsleistung

Das Werkstück ruht während des Spanens. Durch die gleichzeitige Bearbeitung aus zwei oder drei Richtungen ist die Produktionsleistung hoch. Das Werkstück wird linear durch zwei oder drei Stationen getaktet.

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Die Lineartaktmaschine ist insbesondere wirtschaftlich für die Fertigung von mittleren bis großen Serien. Für derartige Serien sind einspindlige Bearbeitungszentren häufig nicht leistungsfähig genug, hochproduktive Rundtaktmaschinen jedoch vielfach zu aufwendig und zu wenig umrüstfreundlich. Zwischen einspindligen Bearbeitungszentren und Rundtaktmaschinen liegt das Feld der Wirtschaftlichkeit der AFL-Lineartaktmaschine.

Bearbeitung aus drei Richtungen in zwei Stationen mit Lineartaktmaschine möglich

Wasserzählergehäuse (Bild 1) erfordern die Bearbeitung aus drei Richtungen in zwei Stationen. Das gegossene oder gepresste Rohteil wird in der vorderen Station der Lineartaktmaschine auf einen Schlitten gespannt.

In dieser Station arbeiten von links, rechts und von oben je eine Spindel. Die Spindeln sind in Pinolen gelagert. Servoantriebe und Kugelumlaufspindeln treiben die Pinolenvorschübe an.

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