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Automobil-Leichtbau Magna und Ford setzen auf Aluminium

| Redakteur: Stéphane Itasse

Magna International Inc. und Ford haben ein aus Multimaterialkomponenten gefertigtes Leichtbau-Konzeptfahrzeug (MMLV) vorgestellt. Durch neuartige Materialien können im Vergleich zum Serienfahrzeug fast 25 % des Gewichts eingespart werden, wie Magna mitteilt. Die Studie habe der Autozulieferer in Kooperation mit Ford umgesetzt, sie sei vom US-Energieministerium kofinanziert.

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Unter anderem durch den Einsatz von Aluminium konnten Magna und Ford das Gewicht des Konzeptfahrzeugs im Vergleich zum Serienauto um fast 25 % senken.
Unter anderem durch den Einsatz von Aluminium konnten Magna und Ford das Gewicht des Konzeptfahrzeugs im Vergleich zum Serienauto um fast 25 % senken.
(Bild: Magna)

Neben der technischen Konstruktion und Fertigung des Fahrzeugprototyps umfasste das Projekt die Erprobung der neuartigen Fahrzeugarchitektur, die stark auf Aluminium setzt, wie es weiter heißt. Das Design ermögliche den großflächigeren Einsatz von Leichtbau- und hochfesten Materialien.

Aluminium macht Auto leichter und dennoch sicher

Das aus Multimaterialkomponenten gefertigte Leichtbau-Konzeptfahrzeug basiere auf der aktuellen Serienversion des Ford Fusion und definiere den Einsatz von Aluminium in der Fertigung von Personenwagen neu. Das Konzept reduziere das Gewicht des Fusion auf das des Fiesta-Modells von 2013. Damit falle das Gewicht einer typischen Limousine ungefähr auf das Niveau eines Wagens der kleinen Kompaktklasse – zwei Fahrzeugsegmente leichter, ohne Leistung einzubüßen oder die Sicherheit der Insassen zu gefährden.

„Regierungsvorgaben zu Kraftstoffeinsparungen und Crash-Sicherheit sind von größter Bedeutung für die Autoindustrie. Als Automobilzulieferer entwickeln wir mit unseren Kunden Leichtbaukonzepte”, sagt Swamy Kotagiri, Chief Technical Officer bei Magna. „Unser Ziel war es, herauszufinden, wie man ein Leichtbau-Fahrzeug aus verschiedenen Materialien konstruiert, das auch die Möglichkeit einer Volumenproduktion bietet”, erläutert Matt Zaluzec, technischer Leiter bei Ford Global Materials and Manufacturing Research. „Beim Leichtbau gibt es kein Universalkonzept.”

Leichtbaufahrzeug hilft bei künftigen Gesetzesanforderungen

Die Studie ist laut Mitteilung Teil des Leichtbaumaterial-Projektportfolios des Technology Office des US-Energieministeriums und eine Antwort auf die künftige Gesetzgebung. Die Magna-Einheit Vehma International habe die Produktion und Integration von Multimaterial-Rohkarosserie, Schließsystemen, Chassis und Stoßfänger-Komponenten verantwortet. Ford lieferte die Fahrzeuge, den Antrieb, Reifen/Räder, Aufhängung, Innenverkleidung, Scheiben und Sitzkomponenten.

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