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Schneidplattenbohrer Mapal fertigt erstmals Serienwerkzeug mit Lasersintern

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Die Grundkörper eines Schneidplattenbohrers mit Durchmessern von 9 bis 12 mm stellt Mapal erstmals mit Hilfe des Lasersinters her. So sind optimale Kühlkanalprofile möglich.

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Herstellung von Grundkörpern für den Schneidplattenbohrer QTD mit dem 3D-Lasersinterverfahren.
Herstellung von Grundkörpern für den Schneidplattenbohrer QTD mit dem 3D-Lasersinterverfahren.
(Bild: Mapal )

Mapal bringt einen Schneidplattenbohrer auf den Markt, dessen Grundkörper im Lasersintern hergestellt wird. Als einer der ersten Hersteller von Zerspanungswerkzeugen hat die Mapal Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG 2013 in einen 3D-Drucker investiert, um mittels Lasersintern neue Wege beim Herstellen von Werkzeugen zu beschreiten, wie das Unternehmen betont. Ein erstes Projekt wurde nun zur Serienreife gebracht: der Schneidplattenbohrer QTD für Durchmesser kleiner als 13 mm.

Das Lasersintern bietet Herstellern von Präzisionswerkzeugen hohe Freiheiten. Innerhalb des Bauraums des Laserdruckers können Werkzeuggeometrien unbeeinträchtigt durch Maschinenaufspannungen, Werkzeuge und Fertigungsmittel herstellt werden. Auch ist eine breite und sich ständig erweiternde Palette an Werkstoffen für das Lasersinterverfahren verfügbar.

Mit Lasersintern ist eine optimale Kühlkanalausführung möglich

Der 2013 im Markt eingeführte Schneidplattenbohrer QTD ist standardmäßig ab Durchmesser 13 mm erhältlich. Dafür ist laut Mapal unter anderem die Kühlkanalführung des Grundkörpers verantwortlich. Üblicherweise wird bei Grundkörpern mit konstanter Spiralsteigung für Schneidplattenbohrer das Kühlmittel zentral nach vorne geführt und dann über eine Ypsilon-Gabelung an die Schneiden verteilt.

Je kleiner der Grundkörper ist, desto mehr beeinträchtigt diese Kühlmittelführung die Leistungsfähigkeit des Werkzeugs. Denn durch die zentrale Führung wird der Kern des Bohrers geschwächt und instabil. Darüber hinaus müssen die Kühlkanäle zunehmend kleiner ausgeführt werden. So ergibt sich ein abnehmender Durchfluss an Kühlmittel bis nach vorne an die Schneide. Stahl-Grundkörper mit gewendelt geführten Kühlkanälen, im Vollhartmetallbereich gängig, sind in kleinen Durchmessern bislang nicht üblich, so Mapal.

Grundkörper mit 9 bis 12 mm Durchmesser aus dem 3D-Drucker

Der Einsatz des Lasersinterns zum Herstellen des Grundkörpers eröffnet nach Aussage des Unternehmens geometrische Freiheiten. So werden aktuell Grundkörper im Durchmesserbereich von 9 bis 12 mm mit gewendelten Kühlkanälen auf dem 3D-Drucker hergestellt. Diese Auslegung ermögliche im Vergleich zur zentralen Kühlmittelführung mit Umlenkungen einen um 100 % gesteigerten Kühlmitteldurchfluss, speziell durch von der Kreisform abweichende Kühlkanalprofile. Möglich sind laut Mapal darüber hinaus Hybridmodelle, bei denen die konventionelle und die additive Sinterfertigung kombiniert werden, um die Wirtschaftlichkeit im Herstellprozess weiter zu verbessern.

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