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Maschinenbau rechnet auch für 2012 mit Wachstum

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau dürfte auch 2012 zulegen. „Wir rechnen damit, dass die Produktion im kommenden Jahr um 4% wächst“, sagte VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner am Donnerstag in Frankfurt am Main. In einzelnen Ländern sei aber schon wieder eine Abschwächung spürbar.

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VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner erwartet für 2012 den Höhepunkt im Maschinenbau-Konjunkturzyklus. (Bild: VDMA)
VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner erwartet für 2012 den Höhepunkt im Maschinenbau-Konjunkturzyklus. (Bild: VDMA)

„Nominal, also nicht preisbereinigt, könnten wir mit rund 197 Mrd. Euro das Top aus dem Jahr 2008 von 196 Mrd. Euro sogar leicht übertreffen. Doch der Zieleinlauf wird denkbar knapp“, erläuterte Lindner weiter.

Maschinenbau erwartet Schwäche in Asien und Südamerika

Grundsätzlich rechnet die Maschinenbauindustrie im kommenden Jahr mit von Monat zu Monat niedrigeren Wachstumsraten. Einzelne Länder in Asien und Südamerika müssten bereits auf die Kreditbremse treten, um eine weitere konjunkturelle Überhitzung und inflationäre Preissteigerungen zu bekämpfen.

Zudem hätten die anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten Spuren hinterlassen. „Das wirkt sich zeitversetzt auf den Auftragseingang des deutschen Maschinenbaus und – mit der üblichen Weichzeichnung – auf Produktion und Umsatz aus“, sagte Lindner. „Die Kurve der realen Maschinenproduktion dürfte im Jahresverlauf 2012 ihren Höhepunkt erreichen.“

Deutscher Maschinenbau erwartet 2011 ein Plus von 14%

„Aktuell geht es dem deutschen Maschinenbau im Branchendurchschnitt gut“, bestätigte der VDMA-Präsident. „Wir bekräftigen unsere Prognose 2011 vom April dieses Jahres mit einem Plus in der Größenordnung von 14%.“ Der Produktionswert steigt damit auf 188 Mrd. Euro (2010: 163 Mrd. Euro).

Die Produktion von Maschinen und Anlagen legte in Deutschland in den ersten sieben Monaten des Jahres um real 16,4% zu. Die Exporte expandierten im ersten Halbjahr nominal um 18,2%.

Kapazität im Maschinenbau leicht überdurchschnittlich ausgelastet

„Die Produktionsanlagen waren im Juli zu 89,9% ausgelastet. Ein Wert, der über dem langjährigen Durchschnitt von 89,4% liegt“, erläuterte Lindner. Folglich wurde auch mehr Personal eingestellt. „Zur Jahresmitte zählten 923.000 Menschen zur Stammbelegschaft unserer Branche. Das sind zehntausend mehr als noch vor einem Jahr. Wir liegen voll im Plan“, hob Lindner hervor. Die Branche rechnet für das Jahr 2011 insgesamt mit 933.000 Beschäftigten.

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