VDMA Maschinenbau wächst weiterhin kräftig

Redakteur: Stéphane Itasse

Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau geht es weiter aufwärts: Der Auftragseingang lag im August 2010 um 45% über dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft stieg um 30%. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 55% im Vergleich zum Vorjahresniveau, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilt.

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Beim deutschen Maschinenbau geht es weiterhin deutlich aufwärts. Daten: VDMA
Beim deutschen Maschinenbau geht es weiterhin deutlich aufwärts. Daten: VDMA
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Dreimonatsvergleich Juni bis August 2010 ergibt sich insgesamt ein Plus von 52% im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 45% und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 56%.

Maschinenbau befürchtet langsameres Wachstum

„Der Auftragseingang von Maschinen und Anlagen im August brachte abermals hohe Zuwächse im Vorjahresvergleich bei gleichzeitig leichtem Tempoverlust zu den Vormonaten. Hier deutet sich möglicherweise die bereits erwartete Wachstumsverlangsamung an“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis.

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„Wir müssenallerdings auch in Betracht ziehen, dass wichtige Impulse in den nächsten Monaten schwächer werden“, erläuterte Dr. Wiechers weiter. Konjunkturpakete seien ausgelaufen oder würden dies demnächst tun. Auch die Lagereffekte würden nicht mehr diese Impulse bringen.

Gute Wachstumsaussichten in den Maschinenbau-Kundenländern

„Insgesamt sind die Wachstumsaussichten in unseren Kundenländern positiv“, bilanzierte der VDMA-Chefwolkswirt. Insofern seien die Maschinenbauer optimistisch gestimmt für die kommenden Monate. Deshalb habe der Verband seine Produktionsprognose im September auch verdoppelt (wir berichteten).

Mittlerweile könnten alle Fachzweige Plusraten im Vorjahresvergleich verbuchen, sagte Dr. Wiechers, allerdings nach wie vor mit einer großen Spanne. Selbst innerhalb der Fachzweige gebe es sehr unterschiedliche Entwicklungen. „Ich will das am Beispiel der Fördertechnik deutlich machen: Die Fördertechnik liegt eher im hinteren Drittel im Vergleich mit den anderen Teilbranchen“, erläuterte der VDMA-Chefvolkswirt.

Einzelne Maschinenbau-Bereiche hinken hinterher

Doch innerhalb der Fördertechnik gebe es Schnellläufer, beispielsweise die Gabelstapler, und Bereiche, die hinten dranhängen würden wie anlagenbaunahe Bereiche oder Stetigförderer. Diese würden noch Zeit brauchen, ehe sie große Zuwachsraten verbuchen könnten.

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