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Messer Cutting Maschinenwartung per App oder via Remotebrille

| Autor / Redakteur: Michael Parsch / M.A. Frauke Finus

Viele Maschinen im Produktionsprozess lassen sich mittlerweile „remote“ überwachen und bedienen. Mit „Visual Service“ zeigt Messer Cutting Systems, wie aus der Distanz die Hilfe gleich nebenan steht.

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Der Messer-Experte sieht dank der App genau das, was der Kunde sieht – und zwar in Echtzeit. Via Fotos, Videos und im Gespräch ist der Fehler schnell lokalisiert.
Der Messer-Experte sieht dank der App genau das, was der Kunde sieht – und zwar in Echtzeit. Via Fotos, Videos und im Gespräch ist der Fehler schnell lokalisiert.
(Bild: Messer Cutting)

Eine Situation, wie sie wohl schon jeder Produktionsleiter durchlitten hat: Der Zeitplan ist eng, die Produktion läuft – bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich das Blech in der Schneidmaschine verkantet, die Alarmleuchte angeht und die Produktion jäh stoppt. Jetzt ist Ad-hoc-Hilfe gefragt. „Wem das mit einer Messer-Maschine passiert, darf sich als Glücklicher im Unglück fühlen. Denn je nachdem für welche Wartungsoptionen er sich entschieden hat, helfen wir ihm ganz schnell per Wartungs-App oder sogar über eine spezielle Remotebrille zur freihändigen ‚Selbstbedienung‘“, sagt Thorsten Leidreiter, Service-Leiter Europa bei der Messer Cutting Systems GmbH in Groß-Umstadt.

So fern und doch so nah

Unabhängig davon, wie groß ein Betrieb ist: Die höchste Prämisse ist stets, die Produktion optimal auszulasten und gleichzeitig die Wartungs- oder gar Stillstandzeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Mit dem „Visual Service“ von Messer Cutting Systems geht das nun noch ein Stück einfacher – und vor allem schneller. Zeitaufwändige Fehlerbeschreibungen lassen sich auf ein Minimum reduzieren, da sich der Messer-Support-Experte direkt in den Arbeitsbereich des Maschinenbedieners schalten kann und die Perspektive des Bedieners dargestellt bekommt. Gegebenenfalls nötige Serviceeinsätze können so optimal vorbereitet werden, und die Stillstandzeit verkürzt sich um ein Vielfaches. „Jetzt muss der Kunde nur noch mit seinem Smartphone oder Tablet die App öffnen, sich mit seinem QR-Code authentifizieren und den angezeigten Zugangscode an den Supportmitarbeiter weitergeben. Schon startet die Echtzeitunterstützung“, beschreibt Joscha Kern vom Messer Support Team den Vorgang.

Der Messer-Experte sieht dann genau das, was der Kunde sieht – und zwar in Echtzeit. Der kann ihm Fotos schicken, Videos aufnehmen, und beide können miteinander sprechen. Sobald der Fehler lokalisiert ist, erklärt der Service-Mitarbeiter, was zu tun ist, um den Fehler gemeinsam mit dem Kunden schnellstmöglich zu beheben. „Dort, wo wir dieses System bisher einsetzen, sind die Kunden begeistert. Denn gerade dann, wenn der Zugang zum Betrieb nicht so einfach möglich ist, sind wir mit unserem Service dennoch so nah am Geschehen wie nur irgend möglich!“, freut sich Andre Heim, Leiter des Kundensupports, über den Erfolg von „Visual Service“.

Voller Durchblick, Rund-um-Aktionsradius

Doch Messer Cutting Systems geht noch einen Schritt weiter und hat besonders für Arbeiten, bei denen beide Hände dringend gebraucht werden, die passende Lösung: eine sprachgesteuerte Remotebrille. „Mit ihr wird der Kunde vor Ort Teil unseres Diagnoseteams. Per Fernzugriff können wir das Problem genau lokalisieren und uns via Freisprechfunktion mit dem Kunden unterhalten, was sogar in lauten Produktionshallen zuverlässig funktioniert. Dadurch, dass er beide Hände frei hat, kann er sogar komplexe Operationen anhand unserer Anleitung selbst durchführen. Beispielsweise indem wir ihm zeigen, an welcher Stelle im Schaltschrank etwas gewechselt werden muss“, erläutert Niklas Pilz vom Messer Support Team.

Die smarten Funktionen der Remotebrille erleichtern dabei dem Kunden sowie dem Service-Experten die Arbeit ungemein. So lässt sich eine eingebaute Lampe ganz einfach per Sprachbefehl an- und ausschalten. Die Kamera hat eine Zoomfunktion, um auch kleine Bauteile zu vergrößern und so die Fehlersuche zu optimieren. Bei sämtlichen Vorgängen ist der Messer-Support-Techniker „live“ dabei und gibt Anweisungen, was genau wie zu erledigen ist. „Videos und Fotos werden auf Wunsch gespeichert, so dass sie sich jederzeit wieder abspielen lassen. Sogar Schulungsvideos können abgespielt, in Handbüchern nachgeschlagen werden und vieles mehr“, schildert Boris Wichmann vom 2. Level Support.

Der Service macht den Unterschied

Messer ist Vorreiter, wenn es um die komplexe Vernetzung modularer Softwaresysteme, leistungsstarker Anlagentechnologie und anwenderorientierter Human-Machine-Interfaces (HMI) geht. Dass dieser digitale Ansatz bei der Kundenbetreuung und Maschinenwartung nicht endet, beweist „Visual Service“. „Unser Ziel ist es, den virtuellen Service so oft wie möglich einzusetzen: Dies spart dem Kunden Zeit, optimiert den Ressourceneinsatz unserer Spezialisten, indem wir die Reisedauer in Supportzeit wandeln und schützt sogar die Umwelt, da sich die Autofahrten minimieren. Mit unserer App und der optionalen Remotebrille sind wir jederzeit schnell zur Stelle, wenn es weder die Dringlichkeit noch die Gegebenheiten zulassen, selbst vor Ort zu sein“, so Thorsten Leidreiter.

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