Tragbare Messgeräte Messdaten in der Cloud speichern und später wiederverwenden

Autor / Redakteur: Christina Wilhelm / M.A. Frauke Finus

Oft werden Messdaten von tragbaren Messgeräten für dieses eine Mal ihrer Erhebung genutzt, aber nicht darüber hinaus. Drahtlose, Cloud-kompatible Messgeräte können selbstständig die erhobenen Messdaten an eine Cloud übermitteln und dort speichern. So können die Daten später erneut genutzt werden.

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Über die Cloud hat das ganze Team Zugriff auf erhobene Messdaten. So kann zum Beispiel via Smartphone die Spätschicht die eigenen Messergebnisse mit denen der Frühschicht abgleichen.
Über die Cloud hat das ganze Team Zugriff auf erhobene Messdaten. So kann zum Beispiel via Smartphone die Spätschicht die eigenen Messergebnisse mit denen der Frühschicht abgleichen.
(Bild: Fluke)

Für eine Überprüfung der Qualität wird oft etwas gemessen. Der überwiegende Teil an Messungen mit tragbaren Messgeräten wird spontan erfasst, aber nicht gespeichert. Der unmittelbare Zweck, sei es Inspektion, Reparatur oder Inbetriebnahme, wird natürlich so erfüllt, aber die gebotene Gelegenheit, langfristige Daten für eine bestimmte Maschine zu erfassen, bleibt ungenutzt. Es gehört nicht zu den Aufgaben der meisten vielbeschäftigten Instandhaltungstechniker, ihre Messungen (vielleicht sogar noch per Hand) zu notieren und in Datenbanken einzugeben oder Messdatenverläufe herunterzuladen, bevor sie das Büro verlassen. Techniker arbeiten im Außendienst und verfügen über ein Telefon und / oder ein Funkgerät. Sie verfügen aber oftmals nicht über eine Mobilfunk-/Wlan-Verbindung oder einen Laptop. Die Messdaten werden also für ein Mal genutzt und gehen danach verloren.

Messdaten ans Team weiterleiten

Damit sich dies in Zukunft ändert, hat der Test- und Messgeräte-Anbieter Fluke drahtlose, Cloud-kompatible Messgeräte entwickelt. Das neue Fluke-Connect-Angebot nutzt Innovationen in Mainstream-Technologien wie Bluetooth, Low Energy (BLE), Wireless, Industrienetzwerke und Cloud Computing. Fluke arbeitet schon seit über fünf Jahren an einer verbundenen Messplattform und hat zwischenzeitlich dafür mehrere hundert relevante Interviews mit Akteuren der Branche geführt. Niemand hat der Ansicht widersprochen, dass Techniker viel effizienter vorgehen könnten, wenn sie ihre Messdaten an ihr Team weitergeben könnten. Tatsächlich war die Liste der sinnvollen Weiterleitungsmöglichkeiten, die sie sich vorstellen konnten, schier unerschöpflich. Von einer Schicht zur nächsten. Von Auszubildenden zu erfahrenen Technikern. Vom Außendienst zur Zentrale. Zwischen Verantwortlichen an verschiedenen Orten. Oder auch nur zwischen Techniker und Geräteverlauf während einer Inspektion oder Fehlersuche – Zugriff auf frühere Messungen, Vergleiche mit Baseline-Werten, Überprüfung auf Trends nach unten bei den Leistungsindikatoren. Vertragsfirmen wünschten sich in erster Linie, die Daten ihrer Kunden besser organisieren und dynamisch abrufen zu können. Die Interviewpartner hatten kaum Vorbehalte gegenüber dem Weiterleiten oder Abrufen von Daten, allerdings sollte der Vorgang nicht kompliziert sein. Techniker kennen sich mit ihrer Arbeit und ihren Hilfsmitteln aus. Das erklärte Ziel von Fluke ist, die Schnittstelle zwischen Arbeit und Hilfsmittel so einfach wie möglich zu gestalten. Außerdem ist es eine Gelegenheit, die Rolle der Datengenauigkeit zu analysieren und herauszufinden, an welchem Punkt ein Prozess fehlschlägt.

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Bekannte Hilfsmittel besser nutzen

Durch verbundene Messungen, die so verbesserte Teamkommunikation und den verbesserten Zugriff auf Datensätze können Aufgaben schneller, genauer und zuverlässiger abgeschlossen werden. Außerdem ist es von Vorteil, alle vorangegangenen Messungen nach Maschine aufgeschlüsselt auf dem Smartphone zur Verfügung zu haben, selbst wenn das Telefon kein Netz hat. Der Sicherheitsvorteil, der sich offensichtlich ergibt, wenn sich der Bediener sich in der Nähe betriebstechnischer Anlagen aufhalten muss, um Messdaten drahtlos auf dem Smartphone anzuzeigen, ist ebenfalls ein Plus. Auch besteht die Möglichkeit von Anwendungen mit mehreren Messgeräten und eine Dreiphasenprotokollierung mit drei einfachen Stromzangen statt eines komplexen Stromversorgungs-Messgeräts. Es können zehn und mehr Geräte gleichzeitig eingesetzt werden und eine End-to-End-Fehlersuche in Fertigungsstraßen sowie eine E/A-Signalanalyse sind möglich.

Letztendlich wird dadurch Technikern die Möglichkeit geboten, bereits bekannten Hilfsmittel besser zu nutzen und Unternehmen erhalten einen kostengünstigen Zugang zu einem Verwaltungssystem für Zuverlässigkeitsdaten, das noch dazu einfach implementiert und gepflegt werden kann. Automatisierten Produktionseinrichtungen mit bestehenden computergestützten Instandhaltungsmanagement-Systemen bietet Fluke Connect zusätzliche Daten für ein präziseres Gesamtbild. Es ergänzt bestehende Systeme, statt mit ihnen zu konkurrieren. Die Cloud bietet einen Weg, Daten zu speichern und weiterzugeben. Nutzen wir ihn.

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