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Ucimu Messe Bimu verliert über ein Drittel der Besucher

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Mailänder Messe Bimu hat im Oktober 2010 über ein Drittel der Besucher im Vergleich zur Veranstaltung 2008 verloren. Auch die Beteiligung der Unternehmen an der Schau für Werkzeugmaschinen, Roboter und Automation ist deutlich zurückgegangen, wie aus dem Abschlussbericht des italienische Werkzeugmaschinen- und Robotik-Verbandes Ucimu – Sistemi per Produrre hervorgeht.

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Ucimu-Präsident Giancarlo Losma kann im Angesicht der Zahlen zur aktuellen Messe Bimu einen Rückschlag für die Konjunktur nicht ausschließen. Bild: Kroh
Ucimu-Präsident Giancarlo Losma kann im Angesicht der Zahlen zur aktuellen Messe Bimu einen Rückschlag für die Konjunktur nicht ausschließen. Bild: Kroh
( Archiv: Vogel Business Media )

Insgesamt kamen nur noch 60 047 Besucher vom 5. bis 9. Oktober auf die Bimu nach Mailand, im Jahr 2008 waren es noch 96 411 gewesen. Noch deutlicher war der Rückgang bei den Besuchern aus dem Ausland: 2996 fanden sich in der italienischen Metropole ein, vor zwei Jahren waren es 5841 gewesen – ein Minus von fast 50%. Die Zahl der ausstellenden Unternehmen sank von 1741 auf 1223, die Brutto-Ausstellungsfläche erreichte im laufenden Jahr über 90 000 m2.

Ucimu-Generaldirektor Alfredo Mariotti gab sich dennoch optimistisch: „Die endgültigen Zahlen dieser Auflage der Bimu spiegeln die derzeitige ökonomische Lage exakt wider. Konnte die vorige Auflage der Messe 2008 Rekordzahlen verzeichnen, die zur Entwicklung der Wirtschaft und der Branche passten, so litt diese Auflage, wenn auch nur partiell, unter der Krise, welche den Investitionsstopp des ganzen Jahres 2009 verursacht hatte.“

Man müsse jetzt die kommenden Wochen abwarten, um einen Überblick über die Wirkung der Bimu im Sinne einer Nachfragebelebung zu haben. „Der Publikumszustrom war an den fünf Messetagen durchaus positiv”, meinte Mariotti. Die Aussteller hätten sich mit dem Verlauf der Veranstaltung allgemein zufrieden gezeigt.

„Auf der anderen Seite jedoch bleibt eine große Angst vor möglichen Rückschlägen bestehen”, gab Ucimu-Präsident Giancarlo Losma zu bedenken, auch wenn die Zahlen bestätigten, dass die Erholung im Gange sei. „Wir wissen um die Schwäche der Inlandsnachfrage im Vergleich zur Nachfrage auf den Auslandsmärkten; daher fordern wir, dass mit aller Kraft nach Anreizen gesucht wird, die das Wirtschaftssystem grundlegend stützen können, und zwar mit dem Ziel, die Konjunktur insgesamt wirklich zu beleben”, richtete Losma seinen Appell an die italienische Regierung.

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