Euroblech 2016

Messe Euroblech rückt Digitalisierung in den Fokus

| Autor / Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Heiße Messethemen packt die Euroblech 2016 an – auch im übertragenen Sinne.
Heiße Messethemen packt die Euroblech 2016 an – auch im übertragenen Sinne. (Bild: Königsreuther)

Die 24. Euroblech vom 25. bis 29. Oktober 2016 in Hannover steht ganz im Zeichen der Produktion im Zeitalter der Digitalisierung. Zur Steigerung der Kosteneffizienz, Flexibilität und Prozessstabilität werden auf der Euroblech 2016 zahlreiche neue Systeme und Konzepte für die gesamte Blechbearbeitung angeboten.

Derzeit haben insgesamt 1550 Ausstellerunternehmen aus 40 Ländern ihren Stand auf der weltweiten Leitmesse für die Blech bearbeitende Industrie gebucht, wie der Veranstalter Mack Brooks Exhibitions mitteilt. Mit mehr als 89.000 m² Nettoausstellungsfläche kann die Messe im Vergleich zur Vorveranstaltung ein Flächenwachstum von gut 3 % verbuchen. „Viele Unternehmen präsentieren sich dieses Jahr auf vergrößerten Standflächen und wir verzeichnen einen hohen Anteil von 20 % an Neuausstellern. Insgesamt herrscht in der Branche also eine positive Stimmung“, berichtet Nicola Hamann, Geschäftsführerin des Veranstalters Mack Brooks Exhibitions.

Euroblech 2016 zeigt Produkte für eine Branche im Umbruch

Neue Technologien rund um das Thema smarte Fertigungsprozesse seien die Treiber dafür, dass Unternehmen konkret vorausplanten, ihre Fertigungssysteme auf- und umrüsteten und sich damit einen Wettbewerbsvorsprung sicherten, sagt die Messemanagerin. Dass die Aussteller noch mehr Produkte auf ihren Messeständen vorführten und auch viele neue Unternehmen auf der Messe vertreten seien, zeige, dass die Blechbearbeitung eine Branche sei, die sich dynamisch der Zukunft stelle.

Größte Ausstellerländer sind Deutschland, Italien, China, die Türkei, die Niederlande, die Schweiz, Spanien und Österreich. Die Euroblech ist traditionell sehr global aufgestellt: Die vergangene Veranstaltung war internationaler denn je, mit 52 % ausländischen Ausstellern und 37 % Besuchern von außerhalb Deutschlands. Im Jahr 2014 zählte die Messe insgesamt 59.618 Fachbesucher aus 105 Ländern.

Blechbearbeitung muss sich auf Industrie 4.0 und Digitalisierung einstellen

Für den Fokus auf die Digitalisierung sehen die Euroblech-Organisatoren einen besonderen Grund: Die Industrieproduktion befindet sich nach ihrer Einschätzung momentan in einem einschneidenden Weiterentwicklungsprozess. Stichworte wie Industrie 4.0, vernetzte Fertigung, intelligente Prozessketten zeigen es deutlich – die digitale Fabrik hält auch in die Blechbearbeitung Einzug. Ein Datenaustausch entlang der gesamten Produktionskette ermöglicht optimierte Fertigungsprozesse mit erhöhter Planungssicherheit, größerer Flexibilität und höherer Produktqualität. Die Nachfrage nach einer breiteren Produktvielfalt, die einhergeht mit immer kleineren Losgrößen, führt in der Blechbearbeitung zu immer größerer Komplexität, effektive und hochflexible Systeme sind deshalb gefragt.

Der technische Wandel verlangt von den Unternehmen derzeit also grundlegende Investitionsentscheidungen zur Umrüstung und Anpassung ihrer Produktionsanlagen. Das Motto der Euroblech 2016 „Die nächste Generation der Blechbearbeitung“ zielt auf diesen entscheidenden Wandel in der Industrieproduktion ab.

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