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Normkonforme Metallzugversuche im automatischen 24-h-Betrieb

| Autor/ Redakteur: Stefan Lange / Reinhold Schäfer

Metall verarbeitende Unternehmen setzen immer häufiger auf automatische Prüfanlagen und die damit verbundenen Vorteile: Die Auslastungen der Maschinen steigen, der Personalaufwand wird reduziert und die Prüfkosten sinken. Eine kürzlich entwickelte Prüfanlage ermöglicht sogar einen 24-h-Betrieb – und das vollkommen automatisch.

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Dieser Sechs-Achs-Roboter mit Spezialgreifer übernimmt das Probenhandling.
Dieser Sechs-Achs-Roboter mit Spezialgreifer übernimmt das Probenhandling.
( Bild: Hegewald & Peschke )

Die Hegewald & Peschke Meß- und Prüftechnik GmbH und die EKF Automation GmbH haben ein Prüfzentrum für Flach- und Rundproben aus Qualitätsstählen entwickelt. Mit der Kooperation möchte das Messtechnikunternehmen sein Angebot im Bereich der automatisierten Werkstoffprüfung erweitern. Das Probenhandling wird von einem leistungsfähigen Sechs-Achs-Industrieroboter mit Spezialgreifer übernommen. Das Herzstück des Prüfzentrums ist die Prüfmaschine Inspekt 400 KN von Hegewald & Peschke. Die Prüfanlage ermöglicht berührungslos dehnungsgeregelte Metallzugversuche nach DIN 6892-1 im automatischen 24-h-Betrieb.

Entwicklungskooperation für die vollautomatische Werkstoffprüfung

Metall verarbeitende Unternehmen setzen immer häufiger auf automatische Prüfanlagen und die damit verbundenen Vorteile: Die Auslastungen der Maschinen steigen, der Personalaufwand wird reduziert und die Prüfkosten sinken. Das Prüfzentrum verleiht der industriellen Qualitätssicherung neue Impulse, denn es bietet hohe Prüfgeschwindigkeiten bei einer bedienerunabhängigen Auswertung sowie einer automatischen Registrierung der Prüfergebnisse.

Das Prüfzentrum wurde gemeinsam mit der Dresdner EKF Automation GmbH, einem der führenden Anbieter in der Roboter- und Automatisierungstechnik, im Auftrag eines großen deutschen Stahlunternehmens entwickelt und beinhaltet eine Reihe technischer Neuerungen.

Technische Innovationen für den automatischen Zugprüfversuch

Die EKF Automation zeichnete für die Installation und Optimierung eines Industrieroboters mit Spezialgreifer, einer optischen Dicken- und Breitenmessstation, eines geeigneten Markierungssystems für die berührungslose Dimensionsmessung sowie für die Steuerungssoftware verantwortlich.

Der Industrieroboter arbeitet mit Flach- und Rundproben

Franziska Würz, Leiterin Entwicklung und Projektmanagement bei EKF Automation, beschreibt die wichtigsten Schritte des gemeinsamen Projektes: „Der Industrieroboter muss in der Anlage mit Flach- und Rundproben verschiedener Abmessungen arbeiten. Für uns war es deshalb besonders herausfordernd, die Technik auf diesen Toleranzbereich abzustimmen. Außer der Installation einer zuverlässig arbeitenden Messstation musste auch ein präzise arbeitender Greifer für den Industrieroboter entwickelt werden.“

Im Prüfzentrum werden die Proben vermessen und markiert

Im Prüfzentrum durchlaufen die Flach- und Rundproben aus Qualitätsstählen verschiedene Stationen, wo sie vermessen und mit Prüfmarkierungen versehen werden. Diese sind notwendig, denn die Dehnungsmessung übernimmt ein Lasermesssystem. Die Markierungen werden an einer Markierstation von Düsen aufgespritzt und im Verlauf des Prüfvorgangs von Sensoren optisch erfasst, sodass die Dehnungsverteilung präzise nach Probenabschnitten ausgewertet werden kann.

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