Zulieferer Metall im Blut – ein Zulieferer schreibt Erfolgsgeschichte

Redakteur: Nora Nuissl

In der deutschen Zuliefererbranche hat sich in den letzten Jahren viel geändert: mehr Leistung in immer kürzerer Zeit. Unternehmen haben es oft schwer, die steigenden Anforderungen zu erfüllen.Andreas Heuer, Inhaber einer Schlierbacher Firma, sieht den Herausforderungen gelassen entgegen.

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Die Heuer Metallwaren GmbH im sächsischen Großröhrsdorf produziert als Zulieferer unter anderem Folgeverbundwerkzeuge, Stanz- und Drahtbiegeteile, Federwellen und Sicherheitsverschlüsse.
Die Heuer Metallwaren GmbH im sächsischen Großröhrsdorf produziert als Zulieferer unter anderem Folgeverbundwerkzeuge, Stanz- und Drahtbiegeteile, Federwellen und Sicherheitsverschlüsse.
(Bild: Heuer)

Egal ob bleifarben und flüssig, rabenschwarz und schwer oder grau und biegsam: Metall liegt ihnen im Blut. Die Familie Heuer bearbeitet seit 1827 Metall, also seit fünf Generationen. Bis hin zum Großvater des heutigen Firmeninhabers waren alle Heuers Waffen-, Huf- oder Wagenschmiede.

Ernst Friedrich Heuer gründet 1961 eigenes Metallunternehmen

Deshalb war es nicht verwunderlich, als Ernst Friedrich Heuer 1961 sein eigenes Unternehmen gründete – und der Blechbearbeitung treu blieb. Der Werkstoff ist über die Jahre der gleiche geblieben, die Produkte haben sich jedoch stark verändert. Heute stellt die Ernst Friedrich Heuer GmbH Abkant- und Rollladentechnik in der Einzel- und Serienfertigung her. Der Mittelständler aus Schlierbach kann mittlerweile auf eine über 50-jährige Geschichte zurückblicken und hat sich als Zulieferer im Maschinenbau etabliert.

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Das Besondere der heuerschen Produkte beschreibt Andreas Heuer, Geschäftsführer des Unternehmens: „Wir produzieren langlebige Produkte mit zeitlosem Design, die ästhetisch ansprechend sind. Im Maschinenbau sind wir darauf aus, unsere Partner mit einer Kombination aus Hightech und hoher Funktionalität zu überzeugen – mit Produkten, die höchsten technischen Ansprüchen genügen und doch einfach zu handhaben sind. Unsere Produkte lassen sich aufgrund ihrer Plug-and-play-Charakteristik schnell und unkompliziert in die Systeme unserer Kunden integrieren.“

Andreas Heuer treibt Erfolg des Unternehmens voran

Einen großen Teil dieser Produktqualitätsmerkmale hat das mittelständische Unternehmen auch dem heutigen Geschäftsführer zu verdanken. Der heuersche Sprössling übernahm im Sinne der Familientradition das Geschäft. Der damals 42-jährige Unternehmer war bis dahin in der Computerbranche tätig. Nach dem Mauerfall übernahm er in den 90er-Jahren zwei Unternehmen in Sachsen und Thüringen in der Insolvenzphase. 1998 trat er die Leitung des Familienbetriebs in Württemberg an, der sich ebenfalls in einer Krise befand. Die Mitarbeiter der drei eigenständigen Metallwarenfabriken nutzten die Freiräume, die ihr neuer Chef ihnen gewährte, und versuchten konsequent, ihre Kunden zu begeistern. Unter der Leitung Heuers, der die Abläufe seines Firmenverbundes gern aus dem Hintergrund steuert, schafften die drei Firmen den Umschwung. Heute stehen die drei erfolgreichen Unternehmen finanziell unabhängig in der Gruppe nebeneinander.

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