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Mikrons Auftragseingang und Umsatz verharren auf niedrigem Niveau

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die auf die Herstellung von Bearbeitungs- und Montageautomationssystemen spezialisierte Mikron Gruppe hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Bestellungseingang von 88,3 Mio. Schweizer Franken verbucht, 54.3% weniger als im Vorjahr. Der Umsatz erreichte 114,4 Mio. Franken, was einem Minus von 44.4% entspricht, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

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Talsohle erreicht oder doch noch nicht? Der Auftragseingang bei Mikron bleibt sowohl im Bereich Bearbeitungsmaschinen als auch bei den Montageanlagen schwach. Bild: Mikron
Talsohle erreicht oder doch noch nicht? Der Auftragseingang bei Mikron bleibt sowohl im Bereich Bearbeitungsmaschinen als auch bei den Montageanlagen schwach. Bild: Mikron
( Archiv: Vogel Business Media )

Bestell- und Umsatzvolumen entwickelten sich seit dem Einbruch vor 12 Monaten auf sehr niedrigem Niveau, heißt es weiter. Bei der Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit und der Liquidität des Unternehmens sei Mikron auf Kurs. Nach wie vor sei die Sichtweite auf zukünftiges Geschäft kurz und erlaube keinen verlässlichen Ausblick.

Kaum Maschinen für den Ausbau der Produktion verkauft

Die Situation in den Märkten und im wirtschaftlichen Umfeld von Mikron hat sich laut Unternehmen im dritten Quartal kaum verändert und lässt sich wie zur Jahresmitte beschreiben. Die eingehenden Anfragen und Bestellungen würden zu einem großen Teil Produkte und Anwendungen der Kunden betreffen, die von einem technischen Weiterentwicklungsprozess getrieben werden, respektive Produktneueinführungen der Kunden. Seltener seien die Anfragen verbunden mit dem Ausbau bestehender Produktionskapazität.

Im Segment Machining scheine die Talsohle seit dem zweiten Quartal 2009 durchschritten. Noch könne aber nicht von Trendwende gesprochen werden. Zum Ende des dritten Quartals lagen die Bestellungen mit 42,4 Mio. Franken um 60,1% unter dem Vorjahresstand, beim Umsatz betrug das Minus 57,4% auf 49,4 Mio. Franken.

Seit nunmehr 12 Monaten lägen in diesem Segment die Bestellungen und der Umsatz rund 50% unter dem langjährigen Mittel. Am Hauptproduktionsstandort in Agno muss Mikron nach eigenen Angaben das Kurzarbeitsprogramm vorerst unverändert weiterführen.

Auch Medizintechnik-Segment leidet unter der Flaute

Im Segment Automation lagen die Bestellungen der letzten 12 Monate fast 40% unter dem langjährigen Mittel, wie Mikron weiter berichtet. Der Auftragseingang in diesem Segment sei in den ersten drei Quartalen um 47,2% auf 46,2 Mio. Franken gesunken, der Umsatz um 26,1% 66,8 Mio. Franken.

Das umsatzstärkste Marktsegment Medical/Personal Care erweise sich weiterhin als relativ robust. Dennoch habe der Auftragsbestand in den letzten Monaten markant abgenommen. Seit Mitte des Jahres bereite sich deshalb der Hauptproduktionsstandort Boudry auf die Einführung von Kurzarbeit vor: Nachdem verschiedene Großprojekte zur Jahresmitte ausgeliefert worden seien, würden derzeit Ferien und Überstunden abgebaut.

Mikron stellt Rechnungslegung um

Die Mikron Gruppe hat rückwirkend zum 1. Januar 2009 die Umstellung der Rechnungslegung von IFRS (International Financial Reporting Standards) auf Swiss GAAP FER beschlossen. Das Unternehmen erachtet nach eigenen Angaben Swiss GAAP FER als den zweckmäßigeren Standard für international tätige KMU. Die Konzernrechnung werde auch in Zukunft in hoher Qualität nach dem „true and fair view“ Prinzip erstellt. Die Umstellung habe nur geringen Einfluss auf das Eigenkapital und Unternehmensergebnis.

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