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Laser

Mit dem Laser zu innovativen Rohr- und Profilkonstruktionen im Automobilbau

| Autor/ Redakteur: Holger Kapp / Rüdiger Kroh

Der Laser ist im Automobilbau ein Schlüsselwerkzeug. Dies wurde einmal mehr auf der diesjährigen EALA – European Automotive Laser Applications 2010 in Bad Nauheim deutlich. Auf der Konferenz wurden auch neue Konzepte zum Einsatz des Lasers in der Automobilindustrie präsentiert.

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Optikaufbau eines Tru-Disk-Scheibenlasers. Diodengepumpte Scheibenlaser und Diodenlaser sind um ein Vielfaches energieeffizienter als lampengepumpte Laser. Bild: Trumpf
Optikaufbau eines Tru-Disk-Scheibenlasers. Diodengepumpte Scheibenlaser und Diodenlaser sind um ein Vielfaches energieeffizienter als lampengepumpte Laser. Bild: Trumpf
( Archiv: Vogel Business Media )

Austauschen oder behalten? Diese Frage stellen sich derzeit viele Automobilhersteller, wenn sie über den zukünftigen Einsatz ihrer lampengepumpten Festkörperlaser nachdenken. Diese werden seit rund zehn Jahren zum Schweißen, Schneiden und Löten im Karosseriebau eingesetzt – meist mit einer Leistung von 4 kW.

Scheibenlaser und Diodenlaser für mehr Effizienz

„Die Beantwortung dieser Frage ist eigentlich ganz einfach“, betonte Rüdiger Brockmann, Branchenmanager Automotive bei der Trumpf Laser- und Systemtechnik in Ditzingen. Denn inzwischen stünden mit diodengepumpten Scheibenlasern und Diodenlasern neue Techniken zur Verfügung, die um ein Vielfaches effizienter sind als lampengepumpte Laser.

„Während lampengepumpte Festkörperlaser einen Wirkungsgrad von nur etwa 3% aufweisen, kommen die Tru-Disk-Scheibenlaser auf mehr als 25% und die Tru-Diode-Diodenlaser sogar auf mehr als 35%“, erläuterte Brockmann. Allein die Einsparmöglichkeiten bei den Stromkosten seien dadurch immens und könnten bei einem Dreischicht-Betrieb mehrere Zehntausend Euro pro Laser und Jahr betragen.

Scheibenlaser und Diodenlaser bieten Kostenvorteile

„Dieser Kostenvorteil bleibt auch erhalten, wenn man die Investitionskosten für Laser und Zubehör mit einbezieht“, so Brockmann. Ob dabei ein Scheibenlaser oder ein Diodenlaser die bessere Technik ist, hänge von den Bedürfnissen des Kunden ab. „Zwar sind bei Scheibenlasern die Energiekosten aufgrund des etwas geringeren Wirkungsgrades im Vergleich zu Diodenlasern etwas höher“, sagte Brockmann.

Doch der Scheibenlaser sei das flexiblere Werkzeug, da es nicht nur zum Tiefschweißen und Löten eingesetzt werden kann, sondern auch zum Remote-Schweißen und Schneiden. Welche Technik bei einem Austausch der lampengepumpten Laser den größten Nutzen bringt, erarbeitet Trumpf in Zusammenarbeit mit dem Kunden.

Laser macht neue Rohr- und Profilkonstruktionen erst möglich

Weniger Gewicht, geringere Kosten, bessere Materialausnutzung, weniger Bauteile und ein One-Piece-Flow. So fasste Klaus Löffler, Leiter Branchenmanagement bei der Trumpf Laser- und Systemtechnik die wichtigsten Vorteile innovativer Rohr- und Profilkonstruktionen im Automobilbau zusammen, die erst durch das Schweißen und Schneiden mit dem Laser möglich werden.

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