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Unternehmensführung

Mit den richtigen Maßnahmen den Turnaround schaffen

| Autor/ Redakteur: Harald Balzer / Claudia Otto

Sich in der Krise befinden, heißt in Alternativen denken. Ein durchdachtes Turnaround-Management kann drohende Insolvenzen abwenden. Bei der Sanierung gilt es, im Unternehmen alles offen auf den Tisch zu legen, flexibel zu sein und ein neues Ziel anzusteuern.

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Zur Vorfinanzierung künftigen Wachstums werden im Turnaround-Management abgesehen von Banken vor allem Private-Equity-Firmen eine wesentliche Rolle spielen. Bild: Monika Taylor/Pixelio
Zur Vorfinanzierung künftigen Wachstums werden im Turnaround-Management abgesehen von Banken vor allem Private-Equity-Firmen eine wesentliche Rolle spielen. Bild: Monika Taylor/Pixelio
( Archiv: Vogel Business Media )

Angesichts drohender Insolvenzverfahren schätzen Geschäftsführer und Inhaber ihre wirtschaftliche Situation grundsätzlich etwas besser ein, als sie tatsächlich ist. Das mag die im Unternehmertum unentbehrliche „unternehmerische Phantasie“ erfordern.

Saubere Dokumentation beruhigt Kreditgeber

Es zeigt jedoch auch, dass Wahrheit und Klarheit für die Unternehmensleitung erst dann zur Praxis werden, wenn für die Dokumentation in Form sauberer Papiere alles auf den Tisch kommt. Das allein kann den potenziellen Kreditgebern die Angst vor eventuell unterstellten oder überdimensionierten Verlusten nehmen.

Abgesehen von einer realistischen Einschätzung der aktuellen Situation geht es dabei vor allem um eine Beschreibung der Marktchancen im Sinne einer positiven Fortführungsperspektive. Oft eröffnen sich demjenigen bereits Sanierungsoptionen, dem dazu ein zeitnahes und aussagekräftiges Reporting – auf einem Blatt statt auf 100 Seiten – vorliegt.

Für den Turnaround abbremsen und ein neues Ziel ansteuern

Turnaround heißt im Kern, abzubremsen und ein neues Ziel anzusteuern. Das kostet viel Zeit. Zeit, die eigentlich nicht erst aufgewendet werden darf, wenn der Turnaround ansteht: Frühes Insourcen, ein ausreichender Umfang flexibler Beschäftigung, die Nutzung von Zeitarbeit, aktuelles Wissen um die Bewertung der Unternehmensassets – all dies muss im Unternehmensalltag bereits zur Routine gehören. Auch die Spielräume aus Überstunden, Probezeiten, Schichtzulagen und durch flexible Urlaubsregelungen müssen auf Knopfdruck bekannt sein.

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