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Industrie 4.0

Mit der Smart Factory auf dem Weg in die Produktion der Zukunft

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Die Smart Factory über Projekte Schritt für Schritt realisieren

Der Begriff Industrie 4.0 ist zwar neu, die Idee dahinter gibt es bei Trumpf allerdings schon seit mehreren Jahren. So befasst sich das Unternehmen bereits mit Produkten und Entwicklungsprojekten, die die Vision der Smart Factory Schritt für Schritt realisieren wird. Ein besonderes Augenmerk des Maschinenbauers liegt dabei auf der Entwicklung der Social Machine.

Bereits seit 1996 setzt Trumpf standardmäßig eine Ferndiagnose an inzwischen über 30.000 Serienmaschinen ein. Zunächst nutzte das Unternehmen dazu vorwiegend die Analogmodem-Technologie. Im Jahr 2010 startete dann der Serienbetrieb des cloudbasierten Telepresence-Portals. Über diese sichere Plattform erhalten Experten von Trumpf direkten Zugriff auf die Maschine und können den Kunden aus der Ferne unterstützen. So kann darüber beispielsweise eine Maschine in China mit einem Experten in Deutschland Kontakt aufnehmen. Dieser kann den Status der Maschine einsehen und sogar in den Produktionsprozess eingreifen. Mehrere tausend Maschinen sind heute über diese neue Plattform mit Trumpf intelligent vernetzt.

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Mobile Endgeräte werden Einzug in die Produktion finden

Ein weiterer Schritt hin zur dezentralen Steuerung vernetzter Produktionssysteme erfolgt über den Einsatz intelligenter Fertigungssteuerungssysteme und die Einführung mobiler Endgeräte. Mit Trutops-Fab bietet Trumpf eine Software an, mit der Kunden die verschiedenen Produktionsressourcen in ihren Fertigungen überwachen können. Zudem können Sie damit Kundenaufträge einlasten und den Produktionsablauf planen. Einen Teil dieser Funktionen können Trumpf Kunden auch über das I-Pad von überall auf der Welt nutzen – solange dort ein Zugang zum Internet verfügbar ist (Bild 2). Der Trend hin zu mobilen Endgeräten in der Fertigung geht weiter: Mobile Endgeräte werden im Rahmen von Industrie 4.0 immer mehr Einzug in moderne Produktionen finden. Trumpf arbeitet bereits an weiteren konkreten Produkten. Zukünftig soll es möglich sein, Werkzeugmaschinen von Trumpf über ein I-Pad zu bedienen.

Intelligente Linse meldet, wann sie gereinigt werden muss

Auch zum Thema Smart Product präsentiert der Ditzinger Maschinenbauer bereits erste Ansätze. In Laserschneidmaschinen fokussieren Linsen den Laserstrahl auf dem Blech. Die im April 2013 vorgestellten Linsen mit integriertem RFID-Chip (Bild 5) speichern spezifische technische Daten. Damit kann die nun intelligente Linse auf Anfrage der Zustandsüberwachungssensorik Lensline melden, wann sie gereinigt werden muss. Der Maschinenbediener erfährt so einfach, sicher und schnell, ob er die Linse reinigen oder austauschen muss, und kann den Linsenreinigungszyklus nachverfolgen. Unnötige Reinigungen entfallen, Kosten sinken und die Verfügbarkeit der Maschine steigt.

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