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Industrie 4.0

Mit der Smart Factory auf dem Weg in die Produktion der Zukunft

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Um eine komplett vernetzte Fertigung zu realisieren, entwickelt Trumpf Lösungen für die gesamte Prozesskette Blech und liefert seinen Kunden komplette Produktionssysteme, die höchste Prozesssicherheit bieten (Bild 3). Das beinhaltet auch Automatisierungskomponenten und Lagersysteme sowie die für Produktionsplanung und -steuerung nötige Software. Denn schon heute übersteigt der Anteil des Softwareaufwands den der Elektromechanik bei der Entwicklung neuer Maschinen. Intelligent eingesetzte Software- und Sensorikmodule werden daher ein wichtiger Bestandteil aller zukünftigen Maschinen sein.

Der Beginn einer intelligent vernetzten Produktion

In der Vision von Industrie 4.0 werden die Systeme auch herstellerübergreifend miteinander kommunizieren und damit neue Wertschöpfungsketten ermöglichen. Dafür müssen unterschiedliche Disziplinen zusammenarbeiten, was keine Organisation im Alleingang erreichen kann. Deshalb beteiligt sich Trumpf am von der Bundesregierung initiierten und von der Acatech organisierten Arbeitskreis Industrie 4.0. Dort wurden die Grundelemente der Fabrik der Zukunft von Industrie 4.0 beschrieben und die zugehörigen Maßnahmen mit den Umsetzungsempfehlungen erarbeitet. Seit April 2013 ist Trumpf zudem im Lenkungs- und Vorstandskreis der neugegründeten Plattform Industrie 4.0 der Verbände VDMA, Bitkom und ZVEI vertreten und arbeitet in interdisziplinären Forschungsteams zusammen. Im Forschungsprojekt Cypros (cyper physische Produktionssysteme) beispielsweise wird zusammen mit Partnern aus unterschiedlichsten Branchen eine Referenzarchitektur für die Smart Factory erarbeitet.

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Von unterwegs über mobile Geräte die Fertigung überwachen

Schon mit den ersten Elementen von Industrie 4.0 lässt sich ein Szenario einer Integrated Industry darstellen: Der Geschäftsführer überwacht seine Fertigung von unterwegs über sein I-Pad mit der Trutops-Fab-App (Bild 4). Wenn er beispielsweise einen Kapazitätsengpass erkennt, kann er sich mit seinem Produktionsleiter vor Ort in Verbindung setzen. Fehlt diesem das Fachwissen, schaltet er einen Experten von Trumpf ein, der über das Telepresence-Portal einen genauen Blick auf die Maschine erhält und so kompetent weiterhelfen kann. Die App kann auch dabei helfen, die immer komplexer werdenden Produktionssysteme beherrschbarer zu machen.

Ziel der Entwicklung von Industrie 4.0 und von Trumpf sind flexiblere, effizientere und transparentere Fertigungsprozesse, eine gesteigerte Gesamtproduktivität und verbesserte Nutzung von Ressourcen. Das soll den Kunden helfen, international wettbewerbsfähig zu bleiben. MM

* Klaus Bauer ist Leiter Systementwicklung Basistechnologie bei der Trumpf GmbH + Co. KG in 71254 Ditzingen, Tel. (0 71 56) 3 03-0, info(@trumpf.com

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