Aquatec Mit Hochdruck saubere Schnitte zaubern

Redakteur: Dietmar Kuhn

Laserbearbeitung, vom einzelnen Schnitt bis hin zum kompletten Projektmanagement, bietet die Aquatec GmbH in Emmerich. Das Unternehmen ist Spezialist im Wasserstrahlschneiden. Es arbeitet mit den größten Schneideanlagen Europas und beliefert Kunden in aller Welt. Aquatec fertigt maßgeschneiderte Produkte in den unterschiedlichsten Materialien.

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Ein Blick in die Fertigung bei Aquatec verrät die Dimensionen der Teile, die hier mit Wasserstrahlschneiden bearbeitet werden. Bild: Aquatec
Ein Blick in die Fertigung bei Aquatec verrät die Dimensionen der Teile, die hier mit Wasserstrahlschneiden bearbeitet werden. Bild: Aquatec
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Geschäftsmodell des „Resource Enrichment“ (Versorgungsanreicherung) hat das Unternehmen perfekt umgesetzt – und damit die Jury des Klever Unternehmerpreises überzeugt. „Aquatec bietet nicht nur Produkte, sondern Lösungen – ein Unternehmen mit großem Potenzial“, urteilt der Jury-Vorsitzende Leo Verhoef. Die Preisträger sind die Gründer und Geschäftsführer Lucia Esposito und Martin Meenen.

16 m lang, 4 m breit und 12,50 m hoch – das sind die Dimensionen, die Aquatec bearbeiten kann. Rohre, Platten, Sonderanfertigungen – für den Schneidbetrieb sind diese Halbzeuge kein Problem, geschnitten wird, was auf die Anlage kommt. Sind zusätzliche Bearbeitungen notwendig, so werden diese mit Schweißen, Umstempeln, Drehen, Fräsen, Kanten, Biegen genauso umgesetzt. Dabei setzt das Unternehmen voll auf seine Kreativität.

Wenn erforderlich, rollt ein komplettes Bearbeitungszentrum an den großen Werkstücken entlang, zum Beispiel wenn Schweißnähte vor- oder nachbearbeitet werden müssen. Speziell dafür wurden 22 m lange Schienen in der Werkshalle verlegt.

Die reine Bearbeitung großer Werkstücke stellt aber nur einen Teil der Leistungen dar. Aquatec bietet auch das komplette Projektmanagement an – von der Materialbeschaffung über die Anarbeitung bis zur Auslieferung an die Baustelle. Damit keine Verzögerungen durch lange Lieferzeiten entstehen, bei hochwertigen nickelhaltigen Werkstoffen ist das keine Seltenheit, hält das Unternehmen ein eigenes Lager vor, in dem unter anderem Sondermaterialien vorrätig sind.

Damit nicht genug, denn bei anspruchsvollen Aufgabenstellungen lässt das Schneidunternehmen sowohl das Verfahren als auch die entsprechenden Mitarbeiter durch den TÜV qualifizieren. Schließlich heißt das Firmenmotto: „Qualität hat Priorität.“

Das Besondere an dem Geschäftsmodell von Aquatec ist, dass das Unternehmen maßgeschneiderte Produkte liefert, wobei die aus jedem Projekt gemachten Erfahrungen mit Kunden und Lieferanten in das Unternehmenswissen einfließen. Dies kann sich sowohl auf die Eigenschaften von Werkstoffen als auch auf neue Bearbeitungsmethoden oder auf die Gegebenheiten einer neuen Branche beziehen. Dadurch steigert Aquatec kontinuierlich seine Kompetenz. Die gewonnenen Erkenntnisse können dann wieder für andere Kunden mit ähnlichen Bedürfnissen genutzt werden.

Aquatec erweitert ständig seinen Kundenkreis in recht unterschiedlichen Branchen und ist mittlerweile in nahezu allen Sparten der Metall verarbeitenden Industrie tätig. Das Unternehmen liefert beispielsweise Komponenten für den chemischen Apparatebau, für Luft- und Raumfahrt, Fahrzeugbau, Verpackungsmaschinen, Kraftwerkstechnik, Pumpenindustrie, Papierverarbeitung, Architektur und Design.

„Aquatec gewinnt seine Kunden vor allem über Dritte“, erläutert Jury-Mitglied Wilfried Röth. „Architekten beispielsweise planen das Unternehmen in ihren Projekten von Anfang an mit ein.“ Auf diese Weise nutze das Unternehmen geschickt Intermediäre und brauche nicht selbst in die Kundengewinnung zu investieren. Zudem stoße es selbst in Länder vor, in die deutsche Lieferanten normalerweise gar nicht gelangen würden. Als Beispiel dienen Aquatec-Teile, die für eine Moschee geliefert wurden.

Darüber hinaus bietet der Schneidbetrieb umfangreiche Serviceleistungen und ist auf Kundenwunsch auch von den ersten Ideen an mit im Boot, um seine Lösungsmöglichkeiten einzubringen. Denn die Spezialisten können schon bei der ersten Planung beurteilen, was realistisch ist und was nicht.

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