Lasertechnik

Mit Lichtbündeln mehr als nur dünne Bleche bohren

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Das Besondere ist außerdem, dass Kunden aus diesen Serien zwischen CO2- und Festkörperlaser sowie unterschiedlichen Laserleistungen auswählen können. Eine Ausnahmestellung im Maschinenportfolio nimmt die Trulaser 8000 ein. Bei ihr handelt es sich um eine übergroße CO2-Anlage, mit der man Bleche bis 16.000 mm × 2500 mm bearbeiten kann. Die simultane Achsgeschwindigkeit erreicht einen Wert von über 300 m/min und sorgt trotz der großen Blechfläche für einen wirtschaftlich ablaufenden Schneidprozess.

Das Blechspektrum entscheidet über das Lasersystem

Auch bei der Wahl der Laserart kommt es auf die Anwendung an. Denn obwohl beide Laser inzwischen alle typischen Materialien und Blechstärken mit bestmöglicher Qualität schneiden können, gilt es zu prüfen, welche der Strahlquellen sich als die wirtschaftlichste erweist. Ein Entscheidungskriterium kann etwa der Anteil von Edelstahl ab mittlerer Blechdicke im Anwendungsspektrum des Kunden sein. Beide Laservarianten können in diesem Fall eine hohe Qualität erreichen, doch der CO2-Laser arbeitet deutlich schneller. Auf die Schnittmeterkosten bezogen, ist dieser damit das wirtschaftlichere Werkzeug, wenn der Anteil an dickerem Edelstahl relativ hoch ist. Zusätzlich erreicht der CO2-Laser hier mit der Option Brightline noch eine deutlich bessere Kantenqualität. Schneidet der Kunde aber viel Dünnblech, ist in der Regel der Festkörperlaser bezogen auf die Schnittmeterkosten die günstigere Wahl. Bei der Bearbeitung von Baustahl sind beide Technologien in etwa vergleichbar. Die Gesamtwirtschaftlichkeit eines 2D-Lasersystems wird allerdings noch durch weitere Faktoren beeinflusst, wie beispielsweise die verschiedenen Möglichkeiten zur Automatisierung. Um das für den jeweiligen Kunden ideale System zu finden, sollten möglichst alle relevanten Entscheidungskriterien berücksichtigt werden.

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Für Unternehmen mit eher außergewöhnlichen Wünschen und Anforderungen kommen weitere Faktoren hinzu. So ist für die Bearbeitung von Buntmetallen wie Kupfer oder Messing der Festkörperlaser besser geeignet. Auch der Anschluss an das Trumpf-Laser-Network, in dem sich beispielsweise eine 2D-Lasermaschine und eine Schweißzelle einen Laser teilen, ist nur mit dem Festkörperlaser möglich. Für die Bearbeitung von Edelstahl ab 25 bis 50 mm ist dafür der CO2-Laser der Spezialist.

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Die Entscheidung erleichtern
Die Laserspezialisten unterstützen Anwender, in die richtige Anlage zu investieren

Anwender haben bei Trumpf eine große Auswahl an Maschinen, die auf unterschiedliche Einsatzanforderungen spezialisiert sind. Damit eine solche Investition sicher zum anvisierten Ziel führt und die Teilekosten so gering wie möglich werden. Egal, ob bei einer geplanten Klein- oder Großserie – eine gute Vorbereitung ist für den Erfolg unerlässlich.

Bei der endgültigen Entscheidung, ob die Anlage einen CO2- oder einen Festkörperlaser haben soll und welche weiteren Funktionen für die anstehenden Fertigungsaufgaben relevant sein können, leisten Hersteller-Experten Unterstützung. Die Trumpf-Spezialisten erklären dem Anwender die technischen Aspekte sowie die möglichen Vor- und Nachteile der jeweiligen Anlagen, um auf diese Weise die optimale Kombination herauszuarbeiten. Denn einzig und alleine die Anwendung entscheidet darüber, welche Laserschneidanlage am Ende die richtige ist.

Optionale Zusatzfeatures für Lasermaschinen maximieren die Qualität

Um das Beste aus seinen Maschinen herauszuholen, erarbeitet Trumpf vielerlei Features, die etwa die Prozesssicherheit, Produktivität oder Qualität noch weiter erhöhen. So gelang die Entwicklung der Funktion Brightline und Brightline fiber. Bei CO2-Lasern verwandelt Brightline die ohnehin guten Schnittkanten bei Edelstahl in nahezu spiegelblanke Oberflächen. Brightline fiber sorgt dagegen für eine regelrechte Revolution beim FKL-Schneiden, wie die Ditzinger betonen: Sie schneidet Baustahl, Aluminium und Edelstahl von 1 bis 25 mm Dicke und hoch reflektierende Metalle wie Kupfer und Messing mit 1 bis 10 mm Blechdicke. Alle Bestandteile einer Demokugel (siehe Bild auf dieser Seite) wurden auf einer so ausgerüsteten Festkörperlasermaschine gefertigt – ein Beispiel für die Anwendungsflexibilität der 2D-Festkörperlaser-Schneidanlagen aus der Trulaser-fiber-Reihe, die so zu echten Universalmaschinen avancieren.

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