Lasertechnik

Mit Lichtbündeln mehr als nur dünne Bleche bohren

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Auch die CO2-Laser entwickeln sich weiter: So schafften es die Trumpf-Ingenieure mit dem Truflow-System, den Stromverbrauch der Anlagen um 30 % zu reduzieren. Das Unternehmen bietet nun den weltweit sparsamsten CO2-Laser. Was den Mehrschichtbetrieb und eine gute Prozessstabilität anbelangt, bietet Trumpf beispielsweise die sogenannte Smart-Nozzle-Automation an, um im mannlosen Betrieb ein Maximum an Prozesssicherheit zu garantieren.

Funktioneller Düsenwechsler mit Kamera im Laser erkennt Verschleiß

Weil gute Schneidergebnisse vom optimalen Zustand der Düse und der Linse abhängen, haben sich die Ditzinger darüber Gedanken gemacht, wie beide Komponenten überwachbar sind, um stets die einwandfreie Funktion der gesamten Anlage zu gewährleisten. Mit dem Paket Smart-Nozzle-Automation wurden vier Funktionen miteinander kombiniert: Ein automatischer Düsenwechsler ersetzt oder tauscht Schneiddüsen selbsttätig und reduziert die Nebenzeiten, indem er die neue Düse aus einem Magazin entnimmt und ohne Bedienereingriff dem Schneidkopf zuführt. Der Düsenwechsler ist außerdem mit einer Kamera ausgerüstet, die in der Lage ist, die Düse auf ihren Zustand hin zu überprüfen. Das erhaltene Bild dient zum schnellen Qualitätscheck und ist auf der Bedienoberfläche der Steuerung sichtbar. Anhand dessen kann der Bediener sofort sehen, ob ein Düsenwechsel fällig ist. Prüfung und Wechsel können auch völlig automatisch erfolgen. Mit der dritten Funktion, der automatischen Strahlausrichtung, wird der Laserstrahl stets optimal zentriert, um Produktionsfehler zu vermeiden.

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Mit der Funktion Lensline mit Zustandsprüfung wird auch die Linse des Lasersystems überprüft. Lensline erkennt, ob diese gereinigt oder ersetzt werden muss. So generiert die Funktion regelmäßige Reinigungszyklen oder den rechtzeitigen Wechsel dieser Komponente, um Produktionsausfälle und vorzeitige Schäden der Linse zu vermeiden, was das Schneiden prozesssicherer macht. In Verbindung mit der 1-Schneidkopf-Strategie arbeitet die Maschine so mit der Smart-Nozzle-Automation auch ohne Bedienereingriffe voll flexibel durch die Nachtschicht.

Spiegelschneidköpfe reduzieren den Reinigungsaufwand deutlich

Es gibt außerdem noch die Möglichkeit, Anlagen der Serie 5000 mit einem Spiegelschneidkopf zu bestücken, der eine Linse überflüssig macht. Der Reinigungsaufwand wird um 90 % reduziert, Verschmutzungen machen dem Schneidkopf nichts aus und Bearbeitungsaufgaben, die nicht zu den üblichen Standardaktionen zählen, verlieren an Risiko. Mit einem Wattepad kann der Spiegel in wenigen Minuten gesäubert werden und die Einstellung der Mittigkeit (Tapeshot) entfällt.

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Die Entscheidung erleichtern
Die Laserspezialisten unterstützen Anwender, in die richtige Anlage zu investieren

Anwender haben bei Trumpf eine große Auswahl an Maschinen, die auf unterschiedliche Einsatzanforderungen spezialisiert sind. Damit eine solche Investition sicher zum anvisierten Ziel führt und die Teilekosten so gering wie möglich werden. Egal, ob bei einer geplanten Klein- oder Großserie – eine gute Vorbereitung ist für den Erfolg unerlässlich.

Bei der endgültigen Entscheidung, ob die Anlage einen CO2- oder einen Festkörperlaser haben soll und welche weiteren Funktionen für die anstehenden Fertigungsaufgaben relevant sein können, leisten Hersteller-Experten Unterstützung. Die Trumpf-Spezialisten erklären dem Anwender die technischen Aspekte sowie die möglichen Vor- und Nachteile der jeweiligen Anlagen, um auf diese Weise die optimale Kombination herauszuarbeiten. Denn einzig und alleine die Anwendung entscheidet darüber, welche Laserschneidanlage am Ende die richtige ist.

Wenn es bei dicken Baustahlblechen darum geht, Konturen feiner zu schneiden, Teile enger zu schachteln, und das auch noch mit höherer Prozesssicherheit, dann ist die Funktion Coolline, durch die das Werkstück während des Schneidens gekühlt wird, die Lösung des Problems. Spezielle Düsen am Schneidkopf bilden einen feinen Wassernebel rund um den Laserstrahl. Die Temperatur im Werkstück bleibt konstant und das steigert die Präzision und ermöglicht engere Stege. Während die Trulaser-Serie 1000 komplett auf manuelle Be- und Entladeprozesse ausgerichtet ist, stehen für die anderen Serien Automatisierungsanlagen bereit, um das 2D-Laserschneiden noch effizienter und produktiver zu machen. So gibt es für fast alle Maschinen den kompakten Loadmaster, der die Maschinen mit Rohblechen bestückt, indem er mittels Vakuumsaugern die Bleche von der Beladestation dem Palettenwechsler übergibt. Die Entnahme erfolgt weiter von Hand. Der als bedienerfreundlich geltende Liftmaster kann die Anlagen be- und entladen. Er kann verschieden konfiguriert werden und ein System von Tragsaugern und Rechenzinken erlaubt einen sehr flexiblen Einsatz. Der Liftmaster kann in fünf weiteren Varianten erworben werden, die Sortierfunktionen beinhalten, mehrere Maschinen gleichzeitig versorgen oder eine direkte Verbindung zwischen Laserschneidanlage und Lagersystem herstellen.

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