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Euroblech 2014

Mit sauberer Ballbehandlung zum Award

| Redakteur: Frank Jablonski

Torreiche Spiele in der Fußball-Champions-League und auch bei den Champions auf der Euroblech 2014 – allerdings in Sheet Metal Working: 32 Blechteile, alle individuell gefertigt und nur in genau einer Schrittfolge zusammengesetzt, ergeben nicht nur einen Blechfußball, sondern auch einen Award-Gewinn.

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Da fliegt der Ball vom Gewinner zum Organisator: Messechef Stephen Brooks (l.) freut sich über den aus 32 Teilen hergestellten Blechball.
Da fliegt der Ball vom Gewinner zum Organisator: Messechef Stephen Brooks (l.) freut sich über den aus 32 Teilen hergestellten Blechball.
( Jablonski )

Die Komplexität beim gängigsten Spielgerät der Welt überzeugte die Mehrheit der Online-Teilnehmer beim ersten Euroblech-Championship-Award. Der finnische Tüftler Rob Stiels kam vor fünf Jahren auf die Idee, die Grenzen der Metallbearbeitung auszudehnen, und entwickelte einen Ball als Stecksystem, ganz ohne Nieten, Schweißen oder Schrauben. Ein Hobby, das fast zum Beruf geworden ist; zumindest musste Stiels aufgrund der hohen Nachfrage eine eigene kleine Firma gründen, die Blechfußbälle, aber mittlerweile auch Golf-, Rugby- oder Volleyballmodelle produziert.

Biegepresse führt fünf Prozesse gleichzeitig durch

In der Kategorie „Lösung eines komplexen Blechbearbeitungsproblems“ nahm Marco Vimercati, Inhaber des gleichnamigen Unternehmens, den Preis entgegen. Der Italiener präsentiert eine Biegepresse, die fünf Prozesse gleichzeitig durchführen kann. Auch bei der dritten Kategorie, in der es auf die Geschwindigkeit eines produzierten Bauteils ankommt, hat sich ein internationales Unternehmen durchgesetzt: Priyank Shah freute sich, als Direktor von Priyank Lasercut aus Indien den Preis entgegennehmen zu können.

Anteil ausländischer Besucher der Euroblech soll weiter steigen

Dass diese Internationalität keinen Zufall darstellt, bestätigt Messechef Stephen Brooks im persönlichen Gespräch mit MM: „Wir arbeiten sehr hart daran, den Anteil ausländischer Besucher weiter zu erhöhen. Das ist für uns ein Garant hoher Qualität.“ Die Aussteller stammen fast zur Hälfte aus dem Ausland und etwas mehr als ein Drittel der Besucher musste eine Grenze überschreiten, um zur Euroblech zu gelangen. Genauere Zahlen für die laufende Messe lässt Brooks sich nicht entlocken, doch das Fernziel steht für ihn fest: „Unser Ziel, ja unser Traum ist es, einen Auslandsbesucher-Anteil von 50 % zu erreichen!“

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