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Mit Schweizer Verhältnissen ist die Produktion von Abkantpressen zukunftsfähig

| Redakteur: Annedore Munde

Investitionen sind momentan gerade im Maschinenbau eher die Ausnahme. Da setzt die Erweiterung der Fertigungsstätte für Abkantpressen der Bystronic Maschinenbau GmbH in Gotha ein optimistisches Zeichen. Unsere Redaktion sprach anlässlich der Eröffnung mit Bystronic-CEO Ferdi Töngi.

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Bystronic-CEO Ferdi Töngi: „Ich denke, wir haben die Basis für die Zukunft gelegt und sind gut gerüstet. Mit unserer Investition in den Standort Gotha haben wir einen weiteren Schritt in diese Richtung gemacht.“ Bild: Munde
Bystronic-CEO Ferdi Töngi: „Ich denke, wir haben die Basis für die Zukunft gelegt und sind gut gerüstet. Mit unserer Investition in den Standort Gotha haben wir einen weiteren Schritt in diese Richtung gemacht.“ Bild: Munde
( Archiv: Vogel Business Media )

Herr Töngi, erst 2006 wurde hier am Standort in eine hochmoderne Blechfertigung und ein Vorführzentrum investiert. Was ist zusätzlich neu entstanden?

Töngi: Wir haben jetzt rund 10 Mio. Euro in eine neue Montagehalle mit einem anschließenden Service- und Bürotrakt investiert. Seit wir die damalige Firma Beyeler 2002 gekauft haben, sind von unserer Seite zirka 20 Mio. Euro in den Standort geflossen; nicht nur in Neubauten sondern auch in Arbeitsplätze. Seit 2002 sind hier rund 40 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.

Bildergalerie von der Bystronic-Werkseröffnung in Gotha

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Überall im Maschinenbau ist Investitionszurückhaltung angesagt. Sie machen genau das Gegenteil. Das ist mutig, oder?

Töngi: Nein, eigentlich ist es nicht mutig. Ich sehe es auch nicht als das Gegenteil an. Wenn Sie eine Investition tätigen, tun Sie dies für die Zukunft. Der Zeitpunkt kann richtig oder falsch sein, nur: Das wissen Sie vorher nicht.

Bystronic hat mit der Erweiterung die Produktionskapazität für Abkantpressen verdoppelt. Das heißt ja auch, dass Sie eine Erweiterung der Absatzmärkte sehen.

Töngi: Ich bin davon überzeugt, dass sich der Markt wieder erholt, die Frage ist nur, wie lange das dauert. Ich rechne damit, dass wir nach dieser anspruchsvollen Phase unser Wachstum fortsetzen werden und ich verspreche mir natürlich Markanteilsgewinne.

Woher nehmen Sie den Optimismus?

Töngi: Ich denke an die Vergangenheit. Für mich ist es die fünfte Wirtschaftsflaute, zwei habe ich als Mitarbeiter erlebt, die letzten drei im Management. Diesmal jedoch ist der Einbruch wesentlich größer und niemand lässt sich zu einer vernünftigen Prognose hinreißen.

Erfahrungsgemäß dauert eine solche Durststrecke etwa 18 bis 20 Monate. Es lässt sich rückblickend auch nachvollziehen, dass alle 6 bis 7 Jahre eine Flaute im Werkzeugmaschinenbau eintritt.

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