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Umformen Mit servoelektrischen Antrieben hybride Umformsysteme aufrüsten

| Autor / Redakteur: Andreas Goseberg und Thorsten Lente / Stefanie Michel

Eine komplett servoelektrisch angetriebene und elektronisch gesteuerte Fertigungsanlage bietet eine hohe Flexibilität und Effizienz; zudem kann sie völlig auf Hydrauliköl verzichten. Hybridsysteme bleiben vorerst noch Stand der Technik, denn in Betrieb befindliche Maschinen lassen sich mit servotechnischen Entwicklungen problemlos aufrüsten.

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(Bild: Schmale Maschinenbau)

Die Firma Schmale aus dem Sauerland setzt auf zukunftsträchtige Technik im Maschinenbau, denn mit dem Transfersystem X2000NC präsentiert das Unternehmen aus Altena eine komplett servoelektrisch angetriebene, elektronisch gesteuerte Fertigungsanlage. Mit dieser Entwicklung ist zugleich die erste nahezu ölfreie Maschine entstanden. Das neue Konzept kommt im Bereich der Antriebsachsen ohne Hydraulik, also ohne Öl und Schläuche, aus.

Umformmaschine mit Hybridsystem erfüllt alle wichtigen Antriebskriterien

Bislang überzeugte keines der vergleichbaren Antriebskonzepte am Markt in allen wichtigen Kriterien: weder die mechanische, noch die servohydraulische oder die hydromechanische Variante. Mit dem vollständig servoelektrisch angetriebenen Transfersystem ist es nun gelungen, die Rüstzeit, Krafterzeugung, Steuerbarkeit, Flexibilität und Energieeffizienz im Vergleich zu den bisherige Anlagen zu steigern.

Bildergalerie

Eine klare Trennlinie zwischen den einzelnen Konzepten wird es dennoch vorerst nicht geben: Hybridsysteme bleiben weiterhin Stand der Technik. Von den Verbesserungen kann schließlich auch die vorhandene Anlagentechnik profitieren: Ganz im Sinne des Schmale-Baukastenprinzips lassen sich die bisherigen Maschinen der Sauerländer um die servotechnischen Entwicklungen der X2000NC problemlos upgraden (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Hauptsächliche Einsatzgebiete finden sich in der Herstellung von komplexen Artikeln aus Draht, Rohr und Band in Stahl, Edelstahl und anderen Materialqualitäten. In Abhängigkeit vom Produkt sind dabei Taktleistungen von bis zu 200 Stück pro Minute realisierbar.

Kein Hydrauliköl beim servoelektrischen Antriebskonzept

Wichtiger Aspekt der Servoelektrik ist der Verzicht auf Hydrauliköl (Bild 1). Dadurch werden keine Hydraulikschläuche mehr verwendet, Lecköl wird vermieden und der Wartungsaufwand des Befüllens, Entlüftens, Reinigens oder Entsorgens entfällt gänzlich. Aufgrund der elektronischen Steuerung sind außerdem auch keine mechanischen Kurvenscheiben mehr im Einsatz. Das verkürzt nicht nur die Rüstzeiten, sondern ermöglicht ebenso eine einfache, schnelle und intuitive Bedienung am Touchscreen.

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