Gehaltsstrategie Mittelständler müssen leistungsorientierte Vergütung richtig angehen

Redakteur: Stéphane Itasse

Eine leistungsorientierte Vergütung kann auch im Mittelstand zu mehr Qualität, Mitarbeitermotivation und Identifikation mit dem Unternehmen führen. Die Unternehmen müssen allerdings an den entscheidenden Punkten richtig agieren, wie eine Studie der Fachhochschule Köln und der Untehmensberatung Milz & Comp ergab.

Firma zum Thema

Wer die leistungsorientierte Vergütung richtig angeht, kann Enttäuschungen und Ärger bei Mitarbeitern vermeiden. (Bild: Bayer Healthcare/obs)
Wer die leistungsorientierte Vergütung richtig angeht, kann Enttäuschungen und Ärger bei Mitarbeitern vermeiden. (Bild: Bayer Healthcare/obs)

In diesem Herbst soll die erste umfangreiche empirische Studie zur „Leistungsorientierten Vergütung im produzierenden Mittelstand“ erscheinen. Die Fachhochschule Köln und die Unternehmensberatung Milz & Comp haben bundesweit rund 500 mittelständische produzierende Unternehmen über Ihre Zufriedenheit bei der Einführung von leistungsorientierten Vergütungssystemen (LoV) in ihren Unternehmen befragt, heißt es in einer Mitteilung.

80% der Mittelständler mit leistungsorientierter Vergütung zufrieden

Im Ergebnis äußerten sich 80% zufrieden, ein leistungsorientiertes Vergütungssystem eingeführt zu haben, und verzeichneten neben höherer Produktivität auch deutliche Qualitätssteigerungen sowie höhere Mitarbeitermotivation und Identifikation mit dem Unternehmen.

„Die Ergebnisse der Studie widerlegen die Vorurteile über unangemessene Kosten und Aufwände durch die Einführung von leistungsorientierter Vergütung“, sagt Markus Milz, Geschäftsführer von Milz & Comp. Erstmals seien nicht nur Stolpersteine beschrieben, sondern auch, wie leistungsorientierte Vergütung gelingen kann.

Weitere Untersuchungen zu leistungsorientierter Vergütung stehen an

Ein Fünftel aller befragten Unternehmen - überwiegend aus der Elektro- und Metallbranche - gaben sogar an, sehr zufrieden zu sein, heißt es. Einer weiteren Untersuchung dienten diese sehr zufriedenen Unternehmen als Best-Practice-Beispiele und ließen drei wesentliche Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von leistungsorientierter Vergütung im Betrieb erkennen:

  • Die richtige Mischung zwischen harten und weichen Kenngrößen sowie die Ermittlung angemessener Zielgrößen als Bemessungsgrundlage
  • Den variablen Lohnanteil muss man auch deutlich merken - Anteile unter 10% am Gesamteinkommen kommen nicht gut an
  • Transparente Zielfindung: echte Vereinbarung statt Vorgesetzten-Vorgaben sind gefragt.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:29844990)