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Reinigung von wmKSS

Mobiles Reinigungssystem befreit Kühlschmierstoffe von Schadstoffen

| Autor/ Redakteur: Hans-Dieter Göbel / Victoria Sonnenberg

Unabhängig von der Zusammensetzung wassergemischter Kühlschmierstoffe reichern sich diese während des Gebrauchs in der jeweiligen Maschine mit Schadstoffen wie Partikeln, Keimen oder Endotoxinen an. Diese können die Gesundheit des Maschinenbedieners gefährden und müssen deshalb abgeschieden werden.

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Bild 1: In einer Schleifmaschine mit einem 400-l-Maschinenbehälterinhalt beginnt die Reinigung mit der Mikroflotation.
Bild 1: In einer Schleifmaschine mit einem 400-l-Maschinenbehälterinhalt beginnt die Reinigung mit der Mikroflotation.
( Bild: IAG Industrie Anlagen Goebel )

Schadstoffe können Metallabrieb sein oder aus dem Werkstück herausgelöste Partikel wie Graphit bei der Graugussbearbeitung. Aber auch Metallauslösungen, Fremdöle aus der Bettbahnschmierung, aus Hydrauliken, Getrieben oder von Werkstücken, Hefen, Pilze, Bakterien oder Endotoxine (Zerfallsprodukte von Bakterien). Betrachtet man allein die Keime, lassen sich von den circa 3800 verschiedenen Keimen in der Produktionsumwelt etwa 180 im wassermischbaren Kühlschmierstoff (wmKSS) finden. Diese Keime kommen aus dem Ansetzwasser, aus der Luft, vom Personal, von den Maschinen sowie den Werkstücken.

Über die Haut und die Atemwege gelangen Schadstoffe in den Körper

Durch diese Schadstoffe entsteht eine Gefährdung für den Maschinenbediener. Diese Gefährdung kann über die Berührung mit dem Kühlschmierstoff über die Haut, aber auch durch Aerosol über die Atemwege und an den Augen entstehen. Die üblichen Vorsorgemaßnahmen, wie den Hautkontakt möglichst zu vermeiden, regelmäßiges Wechseln der Berufskleidung, kein Essen und Trinken am Arbeitsplatz, häufiges Händewaschen, Auswahl einer neutralen, nicht scheuernden Seife und frühzeitige Arztkonsultation auch bei vermeintlich kleinen Schnitt- und Schürfwunden, können als bekannt vorausgesetzt werden. Zusätzlich zu den Vorsorgemaßnahmen und persönlichen Schutzmaßnahmen, wie Handschuhen, Cremes und Absaugung des Aerosols, ist dringend zu empfehlen, die Schadstoffe während des Gebrauchs aus der wassermischbaren Emulsion zu entfernen.

Das ist bei groben Verunreinigungen relativ leicht, indem Filteranlagen oder Zentrifugen eingesetzt werden, wird aber um so schwieriger, je kleiner die Schadstoffe werden. Für sehr kleine Schwebstoffe stand in der Vergangenheit kein praktikables System zur Verfügung, da diese Schadstoffe oft kleiner als die eigentlichen Bestandteile des wmKSS sind. Wollte man die Schadstoffe entfernen, spaltete man die Emulsion, das heißt sie wurde zerstört.

Kühlmedien werden biostabiler und dadurch länger einsetzbar

Die Kühlschmierstoffe sind in den letzten Jahren sehr biostabil geworden und verbleiben sehr lange Zeit im Gebrauch. Ihr Schmutzlöse- und Schmutztragevermögen für kleinste Schadstoffe ist aber begrenzt. Wenn die Emulsion mit Mikroschadstoffen gesättigt ist, lagern sich diese Fremdstoffe ab, da das Schmutztragevermögen überfordert ist. Es gilt also im Sinne der Gesundheit der Bediener und der Maschinensauberkeit diese Fremdstoffe immer wieder zu entfernen. Durch eine Reinigung wird die Gesundheitsgefährdung vermindert und der wmKSS kann seinen ursprünglichen Aufgaben nachkommen, nämlich der der Werkzeugmaschinenreinigung sowie der des Abtransportes von Schmutz.

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