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Condition Monitoring

Moderne Prüfgeräte helfen beim Visualisieren des Unsichtbaren

| Autor/ Redakteur: Siegfried Pickel / Frank Fladerer

Für Industrieunternehmen war die Instandhaltung lange Zeit ein notwendiges Übel, das nur Kosten und Arbeit verursachte. Professionelle Instandhaltung kann jedoch mehr, als nur defekte Anlagen wieder zum Laufen bringen. Wer Instandhaltung mit Weitblick betreibt, kann nicht nur jede Menge Geld sparen, sondern auch sein Unternehmen erfolgreicher führen.

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Bild 1: Eine Ultraschallsonde kann das Innenleben von Kondensatabscheidern und Ventilen abhören, ohne dass sie demontiert werden müssen. So werden Leckagen deutlich.
Bild 1: Eine Ultraschallsonde kann das Innenleben von Kondensatabscheidern und Ventilen abhören, ohne dass sie demontiert werden müssen. So werden Leckagen deutlich.
( Archiv: Vogel Business Media )

Inzwischen gilt Instandhaltung nicht länger als lästiges Stiefkind der Produktion. Das macht die aktuelle DIN 31051 deutlich. Umfasste Instandhaltung bisher die Instandsetzung, die Wartung und die Inspektion von Anlagen und Maschinen, zählt jetzt auch die Optimierung von Anlagen dazu. Damit sind Maßnahmen gemeint, die eine technische Verbesserung darstellen und die Verfügbarkeit der Anlagen erhöhen.

Instandhaltung wird nun umfassender verstanden: Ihr Ziel ist nicht nachzubessern, sondern vorzubeugen. So lassen sich Ausfälle von Anlagen von vornherein vermeiden.

Dieser umfassendere Ansatz von Instandhaltung gewinnt zunehmend an Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Immer teuerer werdende Anlagen treiben auch die Schadensfolgekosten überproportional in die Höhe. Ebenso verändern Automatisierung, stärkere Anlagenverkettung und erhöhte Innovationsgeschwindigkeit wie auch verschärfte Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften das Anforderungsprofil an die Instandhaltungstätigkeiten.

Eine vorausschauende Instandhaltung, also eine Instandhaltung, die den Zustand von laufenden Anlagen prüft, bietet zahlreiche Vorteile: Sie erhöht die Anlagenverfügbarkeit, Ressourcen und Ersatzteile lassen sich effektiver planen und Qualitätsmängel bei den Produkten können verhindert werden. Zudem spart das Unternehmen Energie und damit Geld.

Ultraschall, Thermografie und Schwingungsmesstechnik spüren Fehlerquellen auf

Wer Defekte, Störungen und Maschinenstillstände in der Produktion vorausschauend vermeiden will, darf sich nicht auf seine fünf Sinne verlassen, sondern sollte moderne Hightech-Prüfgeräte nutzen: Sie decken Fehlerquellen auf, die die menschlichen Sinnesorgane nicht erkennen können. Zu den wichtigsten Prüfmethoden gehören die Ultraschallmesstechnik, Thermografie sowie die Schwingungsmesstechnik.

Leckagen weiten sich nicht nur schnell aus und rufen Störungen hervor, Druckluft ist auch eine der teuersten Energieformen. Deshalb gilt es, Leckagen rasch zu orten und zu beheben.

Doch nicht immer lässt sich ein Zischen hören, schon gar nicht in einer Fabrikhalle bei laufender Produktion. Strömende Gase und Flüssigkeiten strahlen jedoch hochfrequente Signale ab, die der Mensch nicht hören kann: Ultraschallwellen. Mit Hilfe einer Ultraschallsonde können diese geortet werden (Bild 1) – und das punktgenau und bei laufender Produktion, gleich ob es sich um Leckagen in Druckluft-, Dampf- oder Vakuumsystemen handelt.

Innenleben von Kondensatabscheidern und Ventilen mit Ultraschall prüfen

Das Innenleben von Kondensatabscheidern und Ventilen können Ultraschallsonden ohne Demontage abhören. Ein praktischer Frühwarnservice, mit dem sich ein teurer Produktionsstillstand verhindern lässt.

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