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Plasmaschneiden/Autogenschneiden Modernere Schneidanlagen erhöhen die Qualität und verringern den Aufwand

Autor / Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Der Umstieg von einer acht Jahre alten Plasmaschneidanlage mit Fasenkopf und einer Autogenschneidmaschine mit zwei Senkrechtbrennern auf aktuelle Schneidmaschinen mitsamt Roboter hat sich gelohnt. Der Anwender erzielt bei seinen Blechzuschnitten nun eine höhere Qualität und hat im Gegenzug weniger Aufwand.

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Der Fasenschneidroboter Biber kann in einem Arbeitsbereich von 2000 mm × 4000 mm Fasen mit Schnittlängen bis 200 mm erzeugen.
Der Fasenschneidroboter Biber kann in einem Arbeitsbereich von 2000 mm × 4000 mm Fasen mit Schnittlängen bis 200 mm erzeugen.
(Bild: ERL Automation)

Die Goldhofer Aktiengesellschaft ist ein Hersteller von Fahrzeugen für allgemeine Straßen-, Schwerlast- und Spezialtransporte. Mit mehr als 650 Mitarbeitern werden in Memmingen Anhänger, Sattelauflieger, Modulfahrzeuge und Flugzeugschlepper gebaut für Nutzlasten von 25 bis über 10.000 t.

Um den Qualitätsansprüchen der Kunden auch in der Produktion gerecht zu werden, sind entsprechende Anlagen erforderlich. Diese müssen den Herausforderungen der Zeit angepasst sein.

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Acht Jahre alte Schneidmaschinen genügten nicht mehr den Anforderungen

Der Blechzuschnitt von Goldhofer mit den bisherigen thermischen Portalschneidanlagen (eine Plasmamaschine mit Fasenkopf und eine Autogenmaschine mit zwei Senkrechtbrennern) war zum Zeitpunkt ihrer Beschaffung vor gut acht Jahren mit das Modernste, was damals zu bekommen war, wie Teilfertigungsleiter Ephraim Arzt berichtet. Diese konnten aber den wachsenden Anforderungen nicht mehr in vollem Umfang und in wichtigen Details gerecht werden. Gefragt waren:

  • Plasmaschneiden in größtmöglicher Präzision und Geschwindigkeit bis 40 mm Blechdicke,
  • Erzeugung unterschiedlicher Fasen mit maximaler Genauigkeit als Schweißkanten für nachfolgende Roboterschweißungen,
  • Einsparung von Blechverschnitt,
  • Erhöhung der Ausbringungskapazität und
  • Steigerung der Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

Dies waren die wesentlichen Anforderungen bei den Überlegungen im Unternehmen Goldhofer zur Neubeschaffung von Maschinen im thermischen Blechzuschnitt. Die Wahl fiel schließlich auf den Anbieter ERL Automation GmbH aus Landau an der Isar. Das Angebot umfasste:

  • eine Portalmaschine Deltatec mit einer Feinstrahlplasmaanlage Hi-Focus 440 i,
  • eine Portalmaschine Deltatec mit zwei Autogenbrennern und einer kleinen Luftplasmaanlage sowie
  • ein Fasenschneidrobotersystem Profi Biber mit einer Feinstrahlplasmaanlage Hi-Focus 440 i.

Diese Anlagen prägen nun seit Ende 2013/Anfang 2014 das neue thermische Schneidzentrum des Spezialfahrzeugbauers.

Fasenschneidroboter setzt neue Maßstäbe im Schneidzentrum

Das Highlight des Schneidzentrums ist der Fasenschneidroboter Biber, wie Arzt berichtet. Der auf einer Lineareinheit verfahrende Roboter könne in einem Arbeitsbereich von 2000 mm × 4000 mm Fasen mit Schnittlängen bis 200 mm erzeugen. Ein sehr einfach gestaltetes Wechselsystem erlaube den Einsatz von Feinstrahlplasmatechnik ebenso wie den Einsatz eines Autogenbrenners.

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