Messe Stuttgart Motek/Bondexpo im Schatten des Flüchtlingsdramas

Redakteur: Jürgen Schreier

Die Halle 1 der Stuttgart Messe wird derzeit zur Notunterkunft für Flüchtlinge umfunktioniert.. Dort könne dann einer Erstaufnahme von bis zu 2500 Flüchtlingen erfolgen, heißt es in Presseberichten. Interessantes Detail: in den Hallen 3, 5, 7 und 9 sowie 4, 6 und 8 finden noch bis einschließlich 8. Oktober 2015 die Messen Motek und Bondexpo statt.

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Noch heute sollen voraussichtlich die ersten Flüchtlinge in der Messe Stuttgart eintreffen und in Halle 1 untergebracht werden.
Noch heute sollen voraussichtlich die ersten Flüchtlinge in der Messe Stuttgart eintreffen und in Halle 1 untergebracht werden.
(Bild: Messe Stuttgart)

Wie die Landes Stuttgart GmbH auf ihrer Facebook-Seite erklärt, liefen die Vorbereitungen derzeit auf Hochtouren. „In der Nacht erwarten wir die ersten Flüchtlinge. Bis kommenden Donnerstag (15. Oktober) haben wir dem Land Baden-Württemberg die Halle 1 als Notunterkunft zur Verfügung gestellt. Bis zu 2500 Menschen werden dadurch kurzfristig ein Dach über dem Kopf haben. Wir sind in 52 Ländern der Welt aktiv, sind fest verwurzelt mit Land und Stadt. Für uns ist es selbstverständlich, in einer solchen humanitären Ausnahmesituation zu helfen“ erklärt die Messegesellschaft.

Täglich kommen etwa 1300 Flüchtlinge nach Baden-Württemberg

Notwendig sei die Notunterbringung in der Messe, weil derzeit am Tag etwa 1300 Flüchtlinge nach Baden-Württemberg kämen, so der Sprecher der Lenkungsgruppe Flüchtlingsunterbringung in Baden-Württemberg Michael Brandt, gegenüber dem SWR.

Auch an die momentan stattfindenden Fachmessen Motek und Bondexpo, die die in den Hallen 3, 5, 7 und 9 sowie 4, 6 und 8 belegen, sowie deren Besucher rückt damit das Flüchtlingsdrama zumindest in räumlicher Hinsicht heran.

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