Software MVTec stellt Halcon 13 vor

Redakteur: Simone Käfer

Am 1. November 2016 veröffentlicht der Bildverarbeiter MVTec die neue Version seiner Halcon-Software. Es wurden einige Vergesserungen vorgenommen, aber auch neue Funktionen sind eingearbeitet. Von ihrem Nutzen können Sie sich auf der Vision überzeugen.

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In der dreizehnten Version der IBV-Software Halcon wurde die Performance des formbasierten Matchings gesteigert. Überdies ließen sich beschädigte, verdeckte oder unvollständige Barcodes und deformierte Datacodes nun noch robuster erkennen und auslesen, meldet der Hersteller MVTec. Eine neue Funktion sei die anwenderfreundliche Texturinspektion. Zudem biete das neue Release weiterentwickelte Funktionen für die optische Zeichenerkennung (OCR) auf der Basis von Deep Learning und ermögliche künftig auch eine automatische, robuste Identifikation von Dot-Print-Schriften.

Erhöhte Performance beim formbasierten Matching

Das formbasierte Matching ist eine der wichtigsten Basistechniken bei der Identifikation und 2D-Positionsbestimmung von Objekten. Mit der neuen Version ließe sich der Verarbeitungsschritt auf Maschinen mit AVX2-kompatiblen Prozessoren um 300 % beschleunigen, verspricht MVTec. Zudem wird die Geschwindigkeit aller verwandten Techniken wie des formbasierten 3D-Matchings, des lokalen und perspektivisch deformierbaren Matchings sowie des komponentenbasierten Matchings stark erhöht.

Einfachere Texturinspektion

Auch die Inspektion von Texturen bildet eine herausfordernde Aufgabe in der industriellen Bildverarbeitung. Objekte mit einer Struktur, wie etwa Textilien, Leder oder Teppiche weisen häufig unterschiedliche Eigenschaften in Musterung oder Helligkeit auf. Bei Halcon 13 lassen sich fehlerhafte Abweichungen durch einen bildbasierten Vergleich mit einwandfreien Materialien automatisch identifizieren. Mit dieser Funktion lässt sich eine große Bandbreite verschiedener Texturen mit wenigen Parametern klassifizieren.

Exaktere Positionsbestimmung durch verbessertes 3D-Matching

Darüber hinaus wurde das oberflächenbasierte 3D-Matching weiter verbessert: Durch die Analyse von Kanten im Modell und in der 3D-Punktwolke werden insbesondere glatte Oberflächen robuster erkannt, wodurch sich die Position der Objekte exakter bestimmen lässt. Geeignet ist dieses Verfahren zur exakten Positionsbestimmung von Kisten im Raum.

Zudem biete das angekündigte Software-Release eine neue Methode zur Mehrbild-Rekonstruktion von 3D-Objekten mit Oberflächen-Fusionierung, so das Unternehmen. Die Nutzung der Bildinformationen mehrerer Kameras führt zu eindeutigeren Ergebnissen als bei paarweisen Rekonstruktionsmethoden. Dabei übertrage Halcon die Farbinformationen von den aufgenommenen Bildern auf die rekonstruierten Objekte, was die Visualisierung oder die Weiterverarbeitung ( mit einem 3D-Drucker) verbessere, heißt es weiter.

Weitere Informationen zu HALCON und erste Einblicke anhand von Erklär-Videos erhalten Sie unter www.mvtec.com/de/videos sowie auf unserem YouTube-Kanal unter www.youtube.com/mvtecsoftware.

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