O&S 2012 Nachhaltige Prozesse verändern die Kostenstruktur in der Oberflächentechnik

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Nachhaltigkeit kostet Geld. Es muss über sinkende Betriebskosten bei Prozessen oder über eine steigende Wertschöpfung bei Produkten wieder eingespielt werden. Beide Ziele wurden auf der Oberflächentechnikmesse O&S 2012 in Stuttgart ins Visier genommen.

Firmen zum Thema

Auf der O&S 2012 wurde der Nutzen der Nachaltigkeit ins Visier genommen (v.l.): Dr. Martin Riester (VDMA), Thomas Walter (Landesmesse Stuttgart) und Olaf Daebler (Deutsche Messe).
Auf der O&S 2012 wurde der Nutzen der Nachaltigkeit ins Visier genommen (v.l.): Dr. Martin Riester (VDMA), Thomas Walter (Landesmesse Stuttgart) und Olaf Daebler (Deutsche Messe).
(Bild: Deutsche Messe)

Es seien „brandaktuelle Themen“, die eine spannende O&S versprächen, bemerkte Olaf Daebler, Abteilungsleiter der Deutschen Messe AG, zum Auftakt der 3. internationalen Fachmesse für Oberflächen & Schichten, die von der Deutschen Messe in Zusammenarbeit mit der Landesmesse Stuttgart ausgerichtet wurde. Das Ergebnis war eine flächenmäßig um 13 % größere Branchenmesse.

Betriebskosten übersteigen vielfach Investitionskosten

Nachhaltigkeit fordert die Einsparung von Energie-, Roh- und Betriebsstoffen. Diese zusätzlichen Anforderungen haben heute eine hohe Kostenrelevanz. So übersteigen die Betriebskosten einer Oberflächenbehandlungsanlage nach zehnjährigem Betrieb deren Investitionskosten um das Fünf- bis- Zehnfache.

Dr. Martin Riester, Referent der Fachabteilung Oberflächentechnik im VDMA, verdeutlichte dieses Zahlenverhältnis auf der Messe am Beispiel einer typischen Rollenbahnstrahlanlage. Der Großteil der Betriebskosten entfällt dabei auf das Personal, die Instandhaltung und auf Betriebsmittel. Das hat die Anwendung eines Berechnungsmodells ergeben, das der VDMA entwickelt hat, um den Nutzen einer nachhaltigen Oberflächentechnik mit möglichst wenig Arbeitsaufwand darzustellen.

(ID:34110280)