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Innovationsmanagement Neue Ideen lassen sich mit System wesentlich schneller umsetzen

| Autor / Redakteur: Georg Vogel / Dietmar Kuhn

Neue Produkte zu entwickeln, kostet in der Regel viel Zeit und meist wird es auch sehr teuer. Da sind gerade Entwicklungsabteilungen gefordert, um neue Produkte zeit- und kosteneffizient zu konstruieren. Ein durchdachtes Konzept zur Ideenfindung ermöglicht es, dieser Forderung nachzukommen, ohne dabei qualitative Kompromisse einzugehen.

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In Arnolds hauseigenem Prüflabor werden abschließend umfangreiche Testreihen durchgeführt, mit denen die Neuentwicklungen auf Herz und Nieren geprüft werden. (Bild: Arnold)
In Arnolds hauseigenem Prüflabor werden abschließend umfangreiche Testreihen durchgeführt, mit denen die Neuentwicklungen auf Herz und Nieren geprüft werden. (Bild: Arnold)

Die Arbeit des Entwicklungsteams soll beschleunigt werden, aber nicht an Qualität einbüßen. Um diesen Spagat zu meistern, hat Arnold Umformtechnik, Hersteller und Entwicklungspartner der OEM und Zulieferer von Automobil- und Elektroindustrie, einen innovativen Prozess zur Ideenfindung und Produktentwicklung erdacht.

Innovationsfabrik bündelt Kreativität für den Kunden

Kern des neuen Konzeptes ist die 2009 gegründete Innovationsfabrik bei Arnold Umformtechnik. Angesiedelt im historischen Ursprungsgebäude des Unternehmens, forschen und entwickeln dort erfahrene Mitarbeiter Schulter an Schulter mit kreativen Nachwuchskräften an den Verbindungssystemen von morgen und übermorgen.

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Gerade diese Kombination aus verschiedenen Generationen von Mitarbeitern ist einer der Schlüsselfaktoren für den Erfolg. Zu Beginn dauerte es eine Weile, bis sich die Gedankenwelten der unterschiedlichen Altersgruppen in den einzelnen Projekten aufeinander abgestimmt hatten. Dann aber merkten alle Beteiligten, dass man viel voneinander lernen kann.

Dies hat dazu geführt, dass die Innovationsfabrik heute mit einigen cleveren Lösungen bei den Kunden für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Dabei bewegt sich der Bedarf nach einer neuen Lösung für ein bestehendes Problem jeweils in einem Spannungsfeld von verschiedenen Einflussfaktoren.

Innovative Produkte brauchen auch innovative Entwicklungsmethoden

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass sich der Begriff „Innovation“ nicht nur auf das fertige Endprodukt bezieht, sondern dass auf dem gesamten Entwicklungsweg dorthin mit innovativen Methoden gearbeitet wird. Daher sollte der Ideenfindungsprozess so gestaltet werden, dass möglichst schon dabei die Anforderungen des Marktes hinsichtlich Zeit, Qualität und Kosten aufgenommen werden, aber gleichzeitig keine Lösung übersehen wird. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass das Unternehmen seinen Innovationsprozess nach dem Triz-System des russischen Wissenschaftlers Altschuller (1926-1998) ausgerichtet hat. Bei dem Wort Triz handelt es sich um ein russisches Akronym, das so viel wie „Theorie zur Lösung erfinderischer Probleme“ bedeutet. Dieses Entwicklungssystem geht davon aus, dass:

  • egal welche Wissenschaftszweige oder Industriesparten betrachtet werden, sich abstrahierte Problemstellungen und deren Lösungen immer wiederholen,
  • die Evolution technischer Systeme nach bestimmten Tendenzen verläuft und
  • sich wirkliche Innovationen oft nur durch wissenschaftliche Erkenntnisse von außen, das heißt außerhalb des eigenen Tätigkeitsfeldes, hervorbringen lassen.

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