Prüftechnik Neue Kamera ermöglicht Prüfen von einachsigen und multipolaren Magneten

Redakteur: Udo Schnell

Das Unternehmen Magcam aus Leuven (Belgien) hat auf der Sensor+Test eine Magnetfeldkamera für flexible und hochgenaue Messungen an Permanentmagneten vorgestellt.

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Dr. Koen Vervaeke: „Die Magcam-Technik basiert auf einem patentierten Chip, der mehr als 16.000 Hall-Sensoren beinhaltet.“ (Bild: Schnell)
Dr. Koen Vervaeke: „Die Magcam-Technik basiert auf einem patentierten Chip, der mehr als 16.000 Hall-Sensoren beinhaltet.“ (Bild: Schnell)

Magcam-Geschäftsführer Dr. Koen Vervaeke erläuterte: „Die Technik basiert auf einem patentierten Chip, der ein hochintegriertes 2D-Array von mehr als 16.000 Hall-Sensoren beinhaltet.“ Damit sei es möglich, das Magnetfeld in einem Bereich von 13 mm x 13 mm mit einer Auflösung von 0,1 mm quantitativ zu erfassen und als 3D-Grafik darzustellen. Das System benötigt dafür weniger als 1 s und kommt ohne bewegliche Teile aus.

Die Kamera ist für Untersuchungen an einachsigen wie auch an multipolaren Magneten geeignet, führte Vervaeke aus. Mit der Software Magscope können die erfassten Daten in Echtzeit analysiert und grafisch dargestellt werden.

Neue Algorithmen ermöglichen das schnelle und exakte Bestimmen der magnetischen Eigenschaften, zum Beispiel von Asymmetrien, Inhomogenitäten und lokalen Materialfehlern. Einsatzgebiete sieht Vervaeke in der Wareneingangsprüfung, in der Entwicklung aber auch direkt in der Fertigung.

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