Präzisionswerkzeuge Neue Mapal-Markenstrategie soll Direktvertrieb und Handel klar trennen

Redakteur: Rüdiger Kroh

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„Bei der Marke Mapal wollen wir unser Know-how in der Komplettbearbeitung noch stärker betonen”, sagte Dr. Jochen Kress. (Bild: Kroh)
„Bei der Marke Mapal wollen wir unser Know-how in der Komplettbearbeitung noch stärker betonen”, sagte Dr. Jochen Kress. (Bild: Kroh)

Mit einer neuen Markenstrategie will die Aalener Mapal-Gruppe den Direktvertrieb und den Vertrieb über den Handel zukünftig noch stärker trennen. Zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wird dieses Konzept auf der Messe EMO im September 2011 in Hannover. Dort wird Mapal mit zwei Messeständen vertreten sein.

Neben dem Mapal-Stand präsentieren sich unter dem Oberbegriff „tool traders partner" die Marken Beck, Miller und WTE. Sie werden ausschließlich den Handel mit ihrem Programm an Standardwerkzeugen beliefern. „Unter der Marke Mapal werden ausschließlich Direktkunden weltweit betreut“, erläuterte Dr. Jochen Kress, Mitglied der Geschäftsführung der Mapal Dr. Kress KG. „Dabei stehen kundenorientierte Komplettlösungen und umfassende Dienstleistungen im Vordergrund.“ Die Produkte von WWS und Isotool segeln unter der Mapal-Flagge. „Wir wollen unseren Umsatz mit dem Handel, der aktuell bei etwa 10% liegt, steigern“, verdeutlichte Kress.

Mapal profitiert in vollem Umfang vom starken Wirtschaftsaufschwung

Dank der richtigen Weichenstellungen vor und in der Krise konnte Mapal 2010 in vollem Umfang vom starken Aufschwung profitieren. Der Umsatz in der Gruppe stieg auf 310 Mio. Euro und damit auf das Niveau von 2008. Der Auftragseingang 2010 lag um etwa 10% über diesem Niveau.

„Das Jahr 2011 hat sehr gut begonnen und wir sind weit über dem Auftragseingang des Vorjahres“, betonte der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Dieter Kress. „Beim Umsatz 2011 ist unser Ziel ein Plus von 20%.“ Nachdem 2010 rund 15 Mio. Euro investiert wurden, davon etwa 50% in Deutschland, sind für das laufende Jahr Investitionen in Höhe von rund 30 Mio. Euro geplant.

Aalener Stammwerk wird erweitert

So steht im Stammwerk in Aalen der Baubeginn einer zweistöckigen Halle kurz bevor. Auf einer Fläche von 6000 m2 werden unter anderem eine große Beschichtungsanlage und die Lehrwerkstatt Platz finden. „Aber auch in Indien sind wir bereits dabei, eine zweite Fertigungsstätte einzurichten, speziell für die Produktion von Diamantwerkzeugen“, so Kress.

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