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Warmumformung

Neue Ofengeneration für das Presshärten vorgestellt

| Autor: Stéphane Itasse

Beim Presshärten verschlingt das Aufheizen der Bauteile vor dem eigentlichen Umformprozess viel Energie. Aus diesem Grund bringt der schwedische Pressenhersteller AP&T eine neue Generation des Multi Layer Furnace auf den Markt.

Bereit für die weltweite Vorstellung: das Entwicklungsteam von AP&T im schwedischen Ulricehamn vor der neuen MLF-Generation.
Bereit für die weltweite Vorstellung: das Entwicklungsteam von AP&T im schwedischen Ulricehamn vor der neuen MLF-Generation.
( Bild: AP&T )

Die neue Ofengeneration ist eine Weiterentwicklung früherer Modelle und zeichnet sich jetzt durch eine bessere Prozessstabilität und Verfügbarkeit aus, wie der Hersteller mit Sitz in Ulricehamn mitteilt. Denn die erste Generation der Multi Layer Furnace (MLF) wurde vor drei Jahren als Platz sparende, flexible und leicht zu wartende Alternative zu den herkömmlichen Rollöfen in Presshärteanlagen vorgestellt.

Presshärteöfen zusammen mit den Kunden verbessert

Seitdem wurden fast 50 MLF-Systeme mit Öfen und entsprechender Automatisierung bei Fahrzeugherstellern in Europa, Japan, China und den USA installiert. Die ganze Zeit hat das Entwicklungsteam des schwedischen Pressenherstellers mit den Kunden zusammengearbeitet und deren Erfahrungen zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Technik genutzt, wie es in der Mitteilung von AP&T weiter heißt.

„Die neue MLF-Generation wurde unter anderem mit einer Steuerung zur sichereren Stromversorgung, Sensoren zur besseren Regelung der Erhitzung, einer stabileren Türanlage und neuen, belastbareren Heizeinheiten ausgestattet“, erläutert Joachim Ullberg, Product Manager Line bei dem Pressenhersteller. Zur Vorbeugung von Wasserversprödung ist der Ofen nach Angaben des Herstellers außerdem mit einer Taupunktkontrolle ausgerüstet. Das Ergebnis sei ein optimiertes Gesamtsystem, das hohen Anforderungen an die Prozessstabilität genügt und dem Standard CQI-9 der Automobilhersteller entspricht.

Bauweise des Ofens erleichtert Service und Wartung

Im Vergleich zu herkömmlichen Rollöfen bieten die neuartigen MLF-Modelle laut Auskunft des Herstellers zahlreiche Vorteile für den Anwender. Zunächst nimmt ein MLF-Ofen nicht einmal die halbe Bodenfläche eines konventionellen Rollofens ein. Zweitens können die erhitzten Bauteile mit großer Präzision angeordnet werden, sodass die gleichzeitige Bearbeitung verschiedener Bauteile erleichtert wird.

Bei einer eventuell auftretenden Betriebsstörung in einem der Ofenmodule können die anderen ganz normal weiter verwendet werden, während eine Unterbrechung in einem Rollofen den ganzen Prozess in Mitleidenschaft zieht. Da der MLF nur sehr wenige bewegliche Teile hat, sind darüber hinaus Service und Wartung einfacher und erheblich billiger. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Verfügbarkeit und Wartungskosten aus.

Der MLF ist außerdem bereits für zukünftige Materialentwicklungen ausgelegt. Beschichtungen mit Aluminium/Silizium (AlSi) sind bereits heute üblich. In den Fahrzeugbauteilen der Zukunft ist sehr wahrscheinlich ein höherer Zinkanteil zu erwarten, wie der schwedische Maschinenbauer in seiner Mitteilung prognostiziert. Für Ullberg ist deshalb die neue MLF-Generation ist ein ausgereiftes, prozessstabiles und zukunftssicheres System, das viele verschiedene Materialkombinationen bei wettbewerbsfähigen Gesamtbetriebskosten verarbeiten kann.

* Weitere Informationen: AP&T Automation, Pressen & Werkzeuge Vertriebs-GmbH, 57299 Burbach

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