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Retrofit

Neue Turbinen machen jede Strahlanlage wieder fit

| Redakteur: Stéphane Itasse

Aus dem Verschleiß von Strahlanlagen resultieren oft lange Stillstandszeiten, Produktionsausfälle, ein hoher Instandhaltungsaufwand und entsprechende Betriebskosten ebenso wie ein hoher Energieverbrauch. Eine Modernisierung kann oft helfen, bestehende Anlagen auf den Stand der Technik zu bringen und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.

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Die Modernisierung beziehungsweise Optimierung stellt häufig eine kostengünstige Alternative zur Investition in eine neue Strahlanlage dar – unabhängig davon, ob es um den Austausch der Strahlturbinen, einen verbesserten Verschleißschutz oder eine zusätzliche Peripherieausrüstung geht.
Die Modernisierung beziehungsweise Optimierung stellt häufig eine kostengünstige Alternative zur Investition in eine neue Strahlanlage dar – unabhängig davon, ob es um den Austausch der Strahlturbinen, einen verbesserten Verschleißschutz oder eine zusätzliche Peripherieausrüstung geht.
( Bild: Rösler Oberflächentechnik )

Die Rösler Oberflächentechnik GmbH, Untermerzbach, hat dafür mit Tune-Up einen Unternehmensbereich geschaffen, der sich ausschließlich mit der Optimierung beziehungsweise dem Retrofit bestehender Strahlanlagen beschäftigt – und das herstellerunabhängig. Dies beinhaltet laut Hersteller auch die Nachrüstung mit Rutten-Long-Life-Strahlturbinen, für die Rösler Patentinhaber, Hersteller und alleiniger Produkt- und Ersatzteillieferant ist.

Verschleißanfällige Strahlturbinen trieben die Wartungskosten hoch

Auch die schwedische SSAB AB, Hersteller hochfester Stähle, entschied sich für eine Anlagenmodernisierung. Das schwedische Werk Oxelösund zählt laut Mitteilung zu den weltweit bedeutendsten Produzenten von vergütetem Stahl, wobei auf der Produktionslinie 2 überwiegend verschleißfeste Hardox-Bleche hergestellt würden. Vor dem Vergüten erfolge ein Strahlprozess, für den die Linie mit zwei Strahlanlagen ausgestattet sei. Weitere zwei Strahlanlagen befinden sich in der Lackierstraße, wie es heißt. Für einen reibungslosen Betrieb der Produktionslinie sorgten fünf Instandhaltungsteams, die an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr im Einsatz sind.

„Bei unseren vier Strahlanlagen von drei verschiedenen Herstellern waren die Originalturbinen sehr verschleißanfällig. Dies verursachte einen enormen Wartungsaufwand mit entsprechend langen Ausfallzeiten und hohen Ersatzteilkosten. Außerdem kam es vor, dass eine Turbine zerbarst und dabei noch Schaden an den anderen Turbinen in der Strahlkammer anrichtete. Wir haben deshalb alle Strahlanlagen mit Long Life Strahlturbinen Rutten nachgerüstet“, sagt Kent Forslund, Instandhaltungsmanager der Produktionslinie 2 und damit nicht nur für die Planung der Instandhaltung, sondern auch für deren Wirtschaftlichkeit verantwortlich.

Neue Strahlturbinen mit sehr langer Lebensdauer

Insgesamt wurden bei den vier Strahlanlagen 32 Originalturbinen durch Rutten-Long-Life-Strahlturbinen mit einer Leistung von jeweils 22 kW ersetzt. Gründe für die Wahl der Turbinen in Gamma-Y-Ausführung fiel waren unter anderem die mit 30.000 bis 40.000 Strahlstunden lange Standzeit der Wurfschaufeln. Herkömmliche Turbinen erreichen durchschnittlich etwa 2.000 Strahlstunden. „Der Verschleiß bei diesen Turbinen ist extrem gering, so dass sich der Instandhaltungsaufwand und die wartungsbedingten Ausfallzeiten der Strahlanlagen deutlich reduziert haben. Außerdem sparen wir etwa 50 % der bisherigen Ersatzteilkosten ein“, berichtet der Instandhaltungsmanager.

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