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Dem Fachkräftemangel entgegenwirken Neue Wege des Mitarbeiterrecruitings

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Die Schmale Maschinenbau GmbH geht neue Wege, wenn es um die Rekrutierung von neuen Kollegen geht: die angehenden Maschinenbau-Ingenieure Christopher Menz und Patrick Ratz waren für ihre Bachelorarbeit kurzerhand zu Projektleitern gemacht worden. Schmale hat ihnen einen regulären Auftrag vollständig überlassen, von der Planung bis zur Installation beim Kunden.

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Ohne Umweg in den Traumjob: Christopher Menz (im Bild) und Patrick Ratzwurden nach Projekt- und Studienabschluss von Schmale übernommen.
Ohne Umweg in den Traumjob: Christopher Menz (im Bild) und Patrick Ratzwurden nach Projekt- und Studienabschluss von Schmale übernommen.
(Bild: Schmale)

„In Zeiten des Fachkräftemangels und in hochspezialisierten Bereichen wie bei uns sind besondere Strategien gefragt“, erklärt Unternehmenssprecher Andreas Goseberg. „Kandidaten über ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Eigenorganisation möglichst praxisnah zu qualifizieren und natürlich ebenso zu testen, hat sich jedenfalls bestens bewährt.“ Jetzt nach Studienabschluss sind die beiden fest angestellt.

Intensive Begleitung und internes Sicherheitsnetz

Menz und Ratz arbeiteten bereits als Praktikant beziehungsweise Werkstudent bei Schmale und waren auf der Suche nach einem Thema für ihre Abschlussprüfung. Ein anstehendes Projekt passte vom Volumen her perfekt ins Anforderungsprofil einer gemeinsamen Bachelorarbeit: Eine Anlage zur Herstellung von Rohrabschnitten galt es zu überarbeiten. Dazu sollte die benötigte Stellfläche der Maschine deutlich verringert und zusätzlich eine automatische, optische Qualitätsprüfung integriert werden. Den realen Auftrag verantworteten Menz und Ratz dann auch von A bis Z – vom Konzeptentwurf, der Konstruktion, dem Einkauf über die Fertigung und Montage bis hin zur Auslieferung und Inbetriebnahme beim Kunden. Bei allen Spielräumen und Entscheidungsfreiheiten im gesamten Projektverlauf hatte das Schmale-Team im Hintergrund ein Sicherheitsnetz um die Studenten der Fachhochschule Südwestfalen Iserlohn gespannt und sie durchgehend begleitet. So erarbeiteten Menz und Ratz zu Beginn verschiedene Lösungsvorschläge in enger Abstimmung mit den einzelnen Fachabteilungen. Erst nach einer Konstruktionsabnahme im Haus präsentierten sie den intern freigegebenen Konzeptentwurf persönlich beim Auftraggeber. Während des gesamten Projektfortschritts standen die Türen der Ansprechpartner im Unternehmen für Fragen und Hilfestellungen jederzeit offen. Wöchentliche Statusmeldungen der Studenten an die Schmale-Geschäftsführung bildeten einen zusätzlichen Kontrollmechanismus.

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Zusammenarbeit mit Vorteilen für beide Seiten

Neben einem gelungenen Projekt können sich die beiden Akademiker über eine sehr gute Benotung freuen. Und sicherlich noch mehr über zwei unbefristete Arbeitsverträge der Firma Schmale. „Durch diese Art der Zusammenarbeit mit der Fachhochschule können wir potenzielle Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum im konkreten Arbeitsumfeld kennenlernen“, erläutert Goseberg, „nicht nur, um ihre fachliche Kompetenz und Arbeitsweise besser einzuschätzen, sondern auch um herauszufinden, ob sie überhaupt ins Team passen.“ Und die Studenten könnten ihr Studium kaum näher am Arbeitsmarkt abschließen, was im Idealfall einen Übergang vom Praktikum in den Beruf bedeutet.

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