Ruhr-Universität Bochum Neues Materialforschungszentrum Icams nimmt seine Arbeit auf

Redakteur: Jürgen Schreier

Mit Feierstunde und Podiumsdiskussion wurde das Materialforschungszentrum Icams (Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation) an der Ruhr-Universität offiziell eröffnet. Thyssen-Krupp hat die Federführung in einem Industriekonsortium (dem noch Bayer Material-Science und BayerTechnology Services, Salzgitter Mannesmann Forschung und Bosch angehören).

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Prof. Dr. Andreas Pinkwart, NRW-Innovationsminister.
Prof. Dr. Andreas Pinkwart, NRW-Innovationsminister.
( Archiv: Vogel Business Media )

Dieses Industriekonsortium bringt die Hälfte der 24-Mio.-Euro-Anschubfinanzierung für das Materialforschungszentrum Icams auf. Die andere Hälfte kommt vom Land Nordrhein-Westfalen. Die Werkstoffspezialsten am Icams werden mittels Computersimulation skalenübergreifend neue Werkstoffe entwickeln – ein Ansatz, der die bisher getrennten Welten der Natur- und Ingenieurwissenschaften erstmals vereinigt. „Um Innovationsland Nummer 1 zu werden, brauchen wir herausragende Forschung auf Zukunftsfeldern“, sagte NRW-Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. „Icams ist ein Musterbeispiel dafür.“

RUB-Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler unterstrich die zentrale Bedeutung von Icams im Zukunftskonzept der Ruhr-Universität und dankte den Förderern: „Wir sind unseren Partnern außerordentlich dankbar für ihre Weitsicht und ihren Wagemut, Neuland zu betreten.“

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Das Materialforschungszentrum Icams ist als international sichtbares und wettbewerbsfähiges Forschungszentrum für Werkstoffmodellierung konzipiert. „Wir bei Thyssen-Krupp Steel sind der festen Überzeugung, dass dem Forschungsgebiet der Advanced Materials Simulation die Bedeutung einer Schlüsseltechnologie in der Werkstoffentwicklung zukommt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Thyssen-Krupp Steel AG, Dr. Karl-Ulrich Köhler, bei der Eröffnung des Materialforschungszentrums. „Icams wird die Innovationskraft unserer Unternehmen und die Bedeutung des Werkstoffstandorts Nordrhein-Westfalen stärken. Dabei wird die Ausstrahlung der am Icams geleisteten Arbeit über die reine Werkstoffentwicklung weit hinausgehen. Neue Werkstoffe sind der Motor für innovative Entwicklungen in weiteren Schlüsselbranchen wie der Fahrzeugtechnik, der Umwelt- und Energietechnik oder der Fertigungstechnik.“

Und Prof. Dr. Martin Stratmann, Managing Direktor des MPI-Eisenforschung, bekräftigt: „Designed Materials – dem Traum vieler Werkstoffingenieure, modernste Materialen quasi am Reißbrett zu entwerfen, kommen wir mit Icams einen großen Schritt näher. Icams steht für die Überwindung überkommender Denkschema in der universitären Lehre, sowie für die auf Exzellenz hin ausgerichtete Kooperation von Universitäten, Forschungsinstituten und Unternehmen.“

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