Suchen

1zu1 Prototypen Neues Rapid-Prototyping-Center zeigt alle verfügbaren Techniken

| Redakteur: Stefanie Michel

Am Standort Dornbirn hat die 1zu1 Prototypen GmbH ein 700 m² großes Rapid-Prototyping-Center errichtet und eine neue CNC-Roboterzelle in Betrieb genommen. Damit erhöhte das Unternehmen die Produktionskapazitäten.

Firmen zum Thema

Im Präsentationsraum können Kunden die unterschiedlichen Herstellungsverfahren an Beispielmodellen betrachten.
Im Präsentationsraum können Kunden die unterschiedlichen Herstellungsverfahren an Beispielmodellen betrachten.
(Bild: 1zu1 Prototypen)

In nur einem Jahr Bauzeit sind für 2 Mio. Euro auf 700 m² Nutzfläche helle Produktionsräume mit einzeln regelbaren Klimazonen sowie ein Präsentationsraum entstanden. Hightech-Anlagen produzieren dort durch Stereolithografie, Selective Laser Sintering und 3D-Drucken exakte Kunststoffmodelle mit Genauigkeiten im Bereich eines Zehntelmillimeter.

Beispiele erläutern Rapid-Prototyping-Verfahren

Im Erweiterungsbau in Rhombergs Fabrik in Dornbirn hat 1zu1 Prototypen alle im Unternehmen verfügbaren Rapid-Prototyping-Techniken zusammengefasst. „Anhand konkreter Beispiele werden die komplexen Produktionsverfahren verständlicher“, ist Geschäftsführer Hannes Hämmerle überzeugt. „Zusammen mit den für Kunden zugänglichen Werkstatträumen ermöglicht der Präsentationsraum einen guten Überblick in kurzer Zeit.“

Bildergalerie

Für den hochgenau arbeitenden 3D-Scanner Gom hat das Unternehmen im Rapid-Prototyping-Center ein neues Labor eingerichtet. Er wird für die Qualitätssicherung bei der Produktentwicklung, bei der Herstellung von Teilen und fürs Reverse Engineering eingesetzt.

Automatisierte Einzelfertigung mit Roboter-Fräsmaschine

Allein 1 Mio. Euro investierte das Dornbirner Unternehmen in die Automatisierung der 5-Achs-Frästechnik. Damit wurde eine CNC-Zerspanungsanlage mit einem Robotersystem neuester Generation verknüpft. Im Endausbau soll innerhalb eines Jahres eine zweite Fräsmaschine automatisiert betrieben werden. Das brächte eine Verdoppelung der Kapazitäten, für die bisher vier Fräsmaschinen in Betrieb waren.

„Mit der Installation des Roboters können wir Teile vollautomatisch, ohne Anwesenheit von Personen, an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr herstellen und bearbeiten“, schildert Humml. „Daraus resultiert eine sehr hohe Auslastung.“ Eine Besonderheit sei, dass 1zu1 Protoypen das System auch für die Fertigung von Einzelteilen einsetzt, da Roboter ansonsten meist nur für Serienteileherstellung verwendet werden.

„Mit der technischen Entwicklung unseres Unternehmens ändern sich auch die Anforderungen an unsere Mitarbeiter. Durch den hohen Grad der Automatisierung steigt der Bedarf an CNC-Technikern und Programmierern“, weiß Geschäftsführer Humml. Dies sei eine Herausforderung, aber die nötige Ausbildung bietet 1zu1 Prototypen direkt im eigenen Betrieb.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 34813510)