Online-Marketing Nie wieder Versuch und Irrtum beim Optimieren des Webauftritts

Redakteur: Peter Steinmüller

Die Benutzerfreundlichkeit entscheidet über die Attraktivität von Internetseiten. Doch wie sie wirklich von Besuchern genutzt werden, ist häufig nur mit teuren Laborversuchen zu ermitteln. Das Auswerten der Mausbewegungen bringt schneller und günstiger Ergebnisse.

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Wenn Internetsurfer beim Besuch einer Website sofort wieder weiterziehen, bleiben die Ursachen im Dunkeln. Analysesoftware hilft beim Auffinden der Mängel eines Internetauftritts. (Bild: MM-Archiv)
Wenn Internetsurfer beim Besuch einer Website sofort wieder weiterziehen, bleiben die Ursachen im Dunkeln. Analysesoftware hilft beim Auffinden der Mängel eines Internetauftritts. (Bild: MM-Archiv)

Eine gute Usability ist für Websites ein entscheidender Erfolgsfaktor: Während sich ein benutzerfreundlich gestalteter Onlineshop positiv auf den Umsatz auswirkt, profitieren auch Website-Betreiber im B2B-Umfeld, die vor allem informieren oder Kontakte knüpfen wollen, von einer klar und verständlich strukturierten Onlineplattform. Die kontinuierliche Webanalyse liefert wichtige Anhaltspunkte, um das Surferlebnis auf einer Website zu verbessern.

Laborversuche zur Usability sind teuer

Will ein Websitebetreiber zielgerichteter und nutzerzentrischer vorgehen, muss er zusätzlich das Nutzererlebnis seiner Besucher analysieren. Bislang gab es für Unternehmen in diesem Fall nur die Option Usability Lab. Hier erhalten die Probanden eine Aufgabe, beispielsweise den Kauf eines Produkts auf der Kundenwebsite, und ihre Vorgehensweise wird mithilfe verschiedener Methoden erfasst. Prinzipiell sind

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Usability Labs eine sehr gute Möglichkeit, um die Bedienbarkeit von einzelnen Webseiten zu analysieren. Demgegenüber stehen jedoch einige Nachteile – wie die künstliche Laborsituation, die Tatsache, dass es sich bei den Probanden nicht um natürliche Nutzer in ihrer gewohnten Umgebung handelt, oder das eingeschränkte Szenario mit kleinen Probandengruppen. Hinzu kommt: Angesichts der hohen Kosten und des Zeitaufwands sind Usability Labs meist nur großen Unternehmen vorbehalten.

Usability-Optimierung für kleinere Websites

Heute jedoch gibt es sogenannte Mouse-Tracking-Software, die auch kleineren Websitebetreibern eine professionelle Usability-Optimierung ihrer Internetpräsenz ermöglicht. Mit dieser Software können Website-Betreiber das Nutzungsverhalten ihrer Besucher auf Einzelseiten detailliert aufzeichnen, ohne dass zusätzliche Installationen oder Plug-ins, wie etwa Flash, auf Seiten des Besuchers notwendig sind.

Erfasst werden neben Mausbewegungen und Scrollverhalten auch alle Klicks, Tastatureingaben und Größenveränderungen des Browserfensters. Zusammen mit sämtlichen Nutzungsdetails wird zudem der jeweilige, gegebenenfalls dynamisch generierte Seiteninhalt gespeichert und dieser kann beliebig wiedergegeben werden.

Mousetracking erlaubt günstige Untersuchung des Nutzerverhaltens

Dank Mousetracking sieht ein Websitebetreiber seinen Besuchern wie mit einer Videokamera über die Schulter – genauso wie es auch im Usability Lab der Fall wäre, nur eben auf technischer Ebene. Er kann so mit filmischer Genauigkeit nachverfolgen wie Besucher mit seiner Website interagieren, und versteht, welche Inhalte wahrgenommen und tatsächlich gelesen werden.

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