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Euroblech 2014

Nippons Nachhaltigkeit in Blech

| Redakteur: Peter Königsreuther

Aida, der nach eigenen Angaben weltweit zweitgrößte Pressenhersteller mit Sitz in Japan, präsentiert auf der Euroblech 2014 eine neuartige Ziehkissentechnik, die 70 % Energie sparen kann und außerdem die Qualität der Teile verbessert.

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Mit dem Servo-die-Cushion-Verfahren von Aida werden Bauteile sofort flacher und bedürfen weniger Nacharbeit, wie es heißt. (rechts das im neuen Prozess hergestellte Teil und links "kippelt" es noch...).Das Verfahren nutze das beim Pressen verdrängte Hydraulikmedium für die Steuerung des Servoantriebs, um den Pressvorgang zu optimieren. Außerdem treibt das verdrängte Öl einen Generator an, der bis zu 70 % der Energie dem System zurückführen kann, wie die Aida-Experten erklären.
Mit dem Servo-die-Cushion-Verfahren von Aida werden Bauteile sofort flacher und bedürfen weniger Nacharbeit, wie es heißt. (rechts das im neuen Prozess hergestellte Teil und links "kippelt" es noch...).Das Verfahren nutze das beim Pressen verdrängte Hydraulikmedium für die Steuerung des Servoantriebs, um den Pressvorgang zu optimieren. Außerdem treibt das verdrängte Öl einen Generator an, der bis zu 70 % der Energie dem System zurückführen kann, wie die Aida-Experten erklären.
( Bild: Königsreuther )

Aida präsentiert dazu eine 400-t-Servopresse DSF, die den Vergleich des herkömmlichen, pneumatischen Verfahrens mit der neu entwickelten Servo-Ziehkissentechnik via Hydraulik live demonstriert. „Durch die besondere Regelung der Servomotoren wird eine bisher nicht gekannte Energieeffizienz und Teilequalität erreicht“, berichtet Klaus Rothenhagen, Vice President international Sales.

Kondensatoren speichern die Energie

So würde beim Einsatz der Aida-Servo-Ziehkissentechnik (Servo-die-cushion) im Idealfall 70 % Energie gespart, beziehungsweise werde sie in den Energiespeicher zurückgeführt, der bei Aida-Presse ausschließlich aus Kondensatoren bestehe, um von dort aus wieder für neue Umformvorgänge oder Transferbewegungen zur Verfügung zu stehen.

Weitere Optimierungen im Blick

Gemeinsam mit dem Institut für Umformtechnik (IFU) der Universität Stuttgart und unter der Leitung von Herrn Prof. Mathias Liewald, werden zusätzliche Forschungsprogramme aufgelegt, um das Thema Energieeffizienz weiter zu vertiefen und optimieren, so Rothenhagen.

Kaltverformung hochfester Stähle

Außerdem sollen Aida-Spezialisten an der Implementierung von Kaltverformungsprozessen für hochfeste Stählen forschen, damit auf Öfen und teure Nacharbeit bei Teilen aus diesen Trendmaterialien des Leichtbaus, in Zukunft weitgehend verzichtet werden könne. Das Herzstück der Idee kommt von Allgaier und nutzt die Relativgeschwindigkeit zwischen Ober- und Unterseite der Pressform, wie es heißt. (pk)

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