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VDMA Ökodesignrichtlinie benötigt Anpassung für Maschinen und Anlagen

| Redakteur: Claudia Otto

Auf der 13. Netzwerkkonferenz "Impulse für die Ressourceneffizienzpolitik in Deutschland" hat der VDMA mit dem BMUB über die Weiterentwicklung des Ressourceneffizienzprogramms des Bundes (Progress) diskutiert. Dabei betonte Naemi Denz, Abteilungsleiterin VDMA Technik und Umwelt, dass für eine Effizienzerhöhung in der Produktion freiwillige Effizienzberatungen für Energie und Material ausreichen.

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Rund 55 % der VDMA-Mitgliedsunternehmen definieren Energie-und Materialeffizienz als strategisch wichtiges Thema.
Rund 55 % der VDMA-Mitgliedsunternehmen definieren Energie-und Materialeffizienz als strategisch wichtiges Thema.
(Bild: Chiron Werke)

Soweit die Festlegung von ressourceneffizienten Produktanforderungen nötig sein sollte, spricht sich der VDMA für die Nutzung der europäischen Ökodesignrichtlinie aus. Denz: "Die Ökodesignrichtlinie ist für Konsum- und Massengüter konzipiert. Für viele Maschinen und Anlagen passt das vorgesehene System nicht. Der VDMA schlägt vor, grundlegende Anforderungen in einer horizontalen Ökodesign-Durchführungsverordnung für Investitionsgüter zu definieren und die produktbezogenen Details in europäischen Normen festzulegen."

Ein Hemmnis sei das Kaufverhalten der Kunden. Nur etwa ein Viertel entscheidet sich aufgrund von zu kurzen Amortisationszeiten oder unrichtiger Kalkulation von Betriebskosten für die effiziente Variante. Hier plädiert der VDMA für intelligente Abschreibungsmodelle und eine Ausschreibung von Fördermitteln, die sich am Top-Runner-Prinzip orientiert.

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