Vernetzung Optimierte Schweißperformance und bessere Kostenkalkulation

Autor / Redakteur: Peter Waldleitner / M.A. Frauke Finus

Rösler Oberflächentechnik vertraut beim Schweißen auf Anlagen von Lorch. Durch die digitale Vernetzung sämtlicher Anlagen via Lorch Connect hat das Unternehmen einen klaren Blick auf seine Fertigungsprozesse und kann so nicht nur die Produktivität verbessern, sondern durch die Möglichkeit der Schweißdatendokumentation auch Nachfolgeaufträge besser kalkulieren.

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Im Bereich Schweißen ist der gesamte Maschinenpark bei Rösler mit Lorch Connect verbunden, auch der Schweißcobot, mit dem vor allem Turbinen aus Manganstahl effizient geschweißt werden.
Im Bereich Schweißen ist der gesamte Maschinenpark bei Rösler mit Lorch Connect verbunden, auch der Schweißcobot, mit dem vor allem Turbinen aus Manganstahl effizient geschweißt werden.
(Bild: Lorch)

Als Spezialist im Bereich Oberflächenbearbeitung ist Rösler einer der weltweiten Marktführer in der Herstellung von Gleitschliff- und Strahlanlagen. Mit ihren rund 1700 Mitarbeitern steht die GmbH für höchste Fertigungsqualität. Das Unternehmen bietet exzellente Lösungen, wenn es darum geht, die Oberfläche von Bauteilen – von kleinen Kurbelstangen bis hin zu 20 Meter großen Werkstücken – zu behandeln. Egal, ob es sich um den Aufbau gesamter Fertigungslinien, um die Strahlkammern oder um die Turbinen handelt, die das Strahlgut in die Kammern einbringen: Schweißen ist die Schlüsseltechnologie in der gesamten Fertigung. Zur Anwendung kommen dabei ganz unterschiedliche Stahlsorten – gewöhnlicher Baustahl ebenso wie legierter Hochleistungsstahl mit Mangananteil.

Alle Maschinen miteinander vernetzt

Im Zuge der Erneuerung des gesamten Maschinenparks im Bereich Schweißen wurde in Schweißgeräte von Lorch investiert – sechs Anlagen der S-Serie und ein automatisierter Schweiß-Cobot sind jetzt im Einsatz. Nun profitiert Rösler von einer deutlich besseren Schweißperformance in Hinsicht auf Effizienz und Kosteneinsparung. Durch die Vernetzung sämtlicher Anlagen mit Lorch Connect sieht Stephan Böhnlein, Bereichsleiter Produktion, für das Unternehmen einen besonders großen Vorteil: „Die Möglichkeiten, die uns Lorch Connect bietet, sind für uns ideal. Wir erhalten nicht nur eine hohe Transparenz, was unsere Produktionsprozesse angeht. Wir können vor allem sämtliche Aufträge miteinander vergleichen und bewerten und so ist es für uns viel einfacher eine valide Kalkulation für weitere Angebote zu erstellen.“ Das bestätigt auch Frank Leutloff, Abteilungsleiter Stahlbau bei Rösler: „Die Vernetzung bietet uns eine ganz konkrete Entscheidungsgrundlage für die Fertigung. Wir bekommen alle Daten – ob Lichtbogenzeit, Draht-, Energie- oder Gasverbrauch – umgehend beim Schweißen geliefert. Das sind alle Angaben über die Parameter, die wir für die optimale Bearbeitung der Werkstücke benötigen und kommen uns für das weitere Vorgehen sehr zugute.“

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Mit minimalem Installationsaufwand sind die Anlagen miteinander verbunden. Dank „Lorch Net“ einer einheitlichen digitalen Schnittstelle, mit der die Lorch-Anlagen ausgestattet sind, wird das Lorch Connect Gateway nur über ein Kabel an die jeweilige Anlage angeschlossen und schon werden die einzelnen Schweißdaten während des Schweißvorgangs über das Gateway an das Lorch Connect Portal übertragen. „Die Integration von Lorch Connect ist absolut unkompliziert und auch die Bedienung sehr intuitiv “, bestätigt Leutloff. Die überlieferten Daten können jederzeit und ortsunabhängig einfach per Webbrowser abgerufen werden und stehen in einem anwenderfreundlichen Dashboard zur Verfügung. Für Stephan Böhnlein bietet das einen immensen Pluspunkt: „Durch den steten Blick auf die verschiedenen Werte können wir auch Fehler oder Abweichungen schnell erkennen und entsprechend reagieren und die Parameter anpassen. Das verbessert unsere Produktivität ungemein.“

Schnelles Erfassen der tatsächlichen Kosten eines Bauteils

Auch das einfache Kostencontrolling und die Möglichkeit, sämtliche Schweißdaten zu dokumentieren haben den Bereichsleiter überzeugt. Für ein schnelles Erfassen der tatsächlichen Kosten eines Bauteils oder um sich ein Bild von der Rentabilität eines gesamten Auftrags machen zu können, müssen nur individuell gepflegte Stammdaten, wie Preise für Gase und Schweißdrähte, Energiekosten und Arbeitskosten in das System eingegeben werden und schon können Aufträge einfach nachkalkuliert und anstehende Angebote detailliert erstellt werden. Zudem kann jede einzelne Schweißnaht mit ihren fertigungsrelevanten Daten erfasst und im Nachgang mit den zugehörigen Schweißparametern abgerufen werden. „Dank Lorch Connect haben wir nicht nur die Rentabilität eines gesamten Auftrags immer im Blick. Auch die Schweißdatendokumentation gibt uns die optimale Sicherheit für unsere hohen Qualitätsstandards und im Falle einer Reklamation ist auch die Nachverfolgbarkeit viel einfacher“, so Böhnlein.

Thomas Rückert, der Rösler bei allen Belangen rund um die Schweißtechnik von Lorch vor Ort betreut, bilanziert: „Es freut uns sehr, dass sich die Installation von Lorch Connect bei Rösler so gut bewährt hat. Die digitale Vernetzung und die damit einhergehende Transparenz auf das Produktionsgeschehen sind wichtige Kriterien, um auch in Zukunft bestens für den Markt gerüstet zu sein. Und das ist mit Lorch Connect auch ohne aufwändige IT-Installation und ohne große Investitionssummen möglich.“

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