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Festo/IFC

Optoelektronische Zuführeinheit spart Energie und Zeit

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Geringerer Energieverbrauch, weniger Lärm und kürzere Rüstzeiten – diese drei Stichworte kennzeichnen die optoelektronische Zuführeinheit von IFC zum Zuführen, Prüfen und Sortieren von Kleinteilen. Je nach kundenspezifischer Anforderung besteht die Einheit aus einem oder mehreren Kamerasystemen und der individuell gefertigten Förderbandstrecke, wie der Hersteller auf der Messe Motek 2012 zeigt.

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50 % weniger Energie und 50 % weniger Lärm durch den Fördertopf: Die Kamera-Band-Einheit ist so flexibel, dass sie per Knopfdruck auf verschiedene Teiletypen umgerüstet werden kann.
50 % weniger Energie und 50 % weniger Lärm durch den Fördertopf: Die Kamera-Band-Einheit ist so flexibel, dass sie per Knopfdruck auf verschiedene Teiletypen umgerüstet werden kann.
( Bild: IFC )

Funktionsmodule zum Wenden, Stauen und Verteilen auf mehrere Spuren bilden laut Unternehmen das Rückgrat der Zuführsysteme. Die Zuführeinheit prüft Bauteile aus nahezu allen Branchen auf die korrekte Orientierung und Qualität. Sie erkennt Bauteilfehler, wie etwa Grate oder Unvollständigkeit, und schleust fehlerhafte Teile aus.

Qualitätsprüfung beim Zuführen senkt Nacharbeit und Anlagenstillstand

„Automobilzulieferer setzen das System ein, um Druckfedern oder Gewindebolzen für die Zylinderkopfmontage lagerichtig zuzuführen”, erläutert Andreas Schirmer, Geschäftsführer der IFC Intelligent Feeding Components GmbH. Hersteller von Elektrowerkzeugen prüfen Stanzbiegeteile vor der Montage und Medizintechnikhersteller sortieren Blutplasmaröhrchen verschiedener Größen. „Alle schätzen sie das Umrüsten per Knopfdruck, mit dem sie schnell auf die benötigten Teiletypen wechseln können“, so Schirmer.

Die IFC-Kamera-Band-Einheit erlaubt die maschinelle Qualitätsprüfung auch bei komplizierten Teilegeometrien bereits im Zuführprozess und garantiert so, dass fehlerhafte oder falsche Teile nicht in die Wertschöpfungskette gelangen, sondern zum frühestmöglichen Zeitpunkt aussortiert werden, heißt es. Nacharbeit und Anlagenstillstand durch verklemmte Teile gehen auf ein Minimum zurück.

Festo-Zeilenkamera prüft Teile auf dem Förderband im Durchlauf

Zentraler Bestandteil der Zuführeinheit ist die Checkbox von Festo. Die Zeilenkamera prüft die vorgeführten Teile auf dem Förderband im Durchlauf. Im Vergleich zur Erfassung mit einer Flächenkamera ergeben sich wesentliche Vorteile: Teileanfang und -ende erkennt das System selbstständig. Merkmale wie die Bauteillänge werden parallel zum Bildeinzug berechnet. Die integrierte Materialflusssteuerung der Kamera ermöglicht es, Auswurfimpulse proportional zur Bauteillänge zu generieren und damit kurze oder lange Fehlteile sicher aus dem Prozess auszuschleusen.

Die Energieersparnis entsteht laut Angaben dadurch, dass Werkstücke im Durchlauf auf der Förderstrecke aktiv gewendet und nicht wie bisher üblich ausgeblasen werden. Der Energiebedarf zum Wenden der Teile ist wesentlich geringer als für den Abblasvorgang. Damit reduziere sich die Einschaltdauer des vorgeschalteten Wendelförderers um die Hälfte. Denn nach dem Abwurf ist noch einmal dieselbe Menge an Energie erforderlich, um das jeweilige Teil erneut zuzuführen. Wird das Teil jedoch gedreht und damit zu einem richtig orientierten Teil gemacht, benötigt der Fördertopf nur die halbe Einschaltdauer, um die gleiche Anzahl von Teilen pro Zeiteinheit zuzuführen.

Festo auf der Motek 2012: Halle 3, Stand 3303

IFC Intelligent Feeding Components auf der Motek 2012: Halle 3, Stand 3203

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